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Bielefelder Handelsverbund mit 6000 Geschäften hält Umsatz bei 2,18 Milliarden Euro stabil

EK trotzt auch zweitem Corona-Jahr

Bielefeld

Endlich wieder eine Messe in OWL – sehr zur Freude von Hotels, Gastronomie und Taxigewerbe. Am Mittwoch hat Bielefelder Handelsverbund EK Servicegroup, dem in Europa 4200 Mitglieder mit 6000 Geschäften (davon 60 in OWL) mehrerer Branchen angehören, seine Fachmesse EK Live gestartet.

Von Paul Edgar Fels

EK-Vorstandsmitglied Jochen Pohle (rechts) lässt sich am Messestand von WMF von Udo Hattenhauer den ersten WMF-Kaffeevollautomaten für Privatkunden zeigen. Insgesamt sind auf der nur für Fachbesucher zugänglichen Messe EK Live 250 Marken vertreten. Foto: Thomas F. Starke

Am EK-Sitz treffen an drei Messetagen bis Freitag gut 250 Marken aus allen EK-Geschäftsfeldern auf insgesamt 2000 in- und ausländische Händler. Dabei gilt die 2G-plus-Regel. „So eine Messe ist auch ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region“, betonte EK-Sprecher Daniel Kullmann am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz, bei der EK-Vorstandsvorsitzender Franz-Josef Hasebrink eine vorläufige Bilanz des zweiten Corona-Jahres 2021 zog. Danach habe sich die genossenschaftliche Gruppe im vergangenen Jahr als „Fels in der Brandung“ erwiesen. „Wir sind nach aktuellem Stand besser durch das zweite Corona-Jahr gekommen als erwartet“, sagte der Topmanager. Dabei habe sich die breite Aufstellung als Mehrbranchenverbund mit sieben Geschäftsfeldern – von Küchen über Möbel und Mode bis hin zu Spielwaren, Sport, Bücher und Elektroartikel – ausgezahlt, betonte Hasebrink. Rückgänge mit Bereich Mode und Sport seien durch Zuwächse bei Möbeln und Küchen „mehr als kompensiert“ worden. „Hier hat uns der Rückzug ins Private und ins Home-Office in die Karten gespielt“, sagte Hasebrink. Viele Händler hätten in den vergangenen beiden Corona-Jahren an die Grenzen ihrer unternehmerischen und persönlichen Belastung gehen müssen. „Corona-bedingt aufgegeben hat niemand“, freute sich Hasebrink.

So habe die EK-Gruppe 2021 mit einem leichten Umsatzplus von 0,3 Prozent auf 2,18 (2020: 2,17) Milliarden Euro abgeschlossen, sagte Finanzvorstand Martin Richrath. Die wirtschaftliche Situation der EK sei weiterhin stabil. Im Januar wurden an die Mitglieder 23 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Summe liege damit auf dem Niveau der Vorjahre, so Richrath. Detaillierte Zahlen zu einzelnen Sparten will die EK-Servicegroup (700 Mitarbeiter, davon 350 am Standort Bielefeld) im April vorlegen.

Besonders gut seien Handelspartner durch die Krise gekommen, die auf EK-Shopkonzepte wie Elektroplus, Intersport, Happy Baby oder die niederländische Baumarktsparte Hubo gesetzt hätten. Lieferprobleme, so Hasebrink, werde es auch 2022 geben. Die Warenverfügbarkeit bleibe ein Problem. Auch der Fachkräftemangel nehme weiter zu. Auf die Frage nach den Trends im Handel – auch aus Verbrauchersicht – nannte Vorstandsmitglied Jochen Pohle die Digitalisierung und das Thema Nachhaltigkeit. Zudem gebe es Weltpremieren. So zeige etwa WMF, bekannt gerade auch für Kaffeemaschinen für den gewerblichen Bereich, in Bielefeld erstmals einen Kaffeevollautomaten für Privatkunden. Die drei Modelle sind im oberen Preissegment zwischen 1600 und 2000 Euro angesiedelt. Im April sollen sie im Handel erhältlich sein.

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