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Bielefelder AfD-Vertreterin verweigert Maske und muss aus dem Ratssaal getragen werden

Eklat im Betriebsausschuss

Bielefeld (WB)

Irina Gross, sachkundige Bürgerin der Bielefelder AfD im Betriebsausschuss des städtischen Immobilienservicebetriebs (ISB), hat in der Sitzung des Gremiums am Dienstag für einen Eklat gesorgt.

Michael Schläger

Eklat im Bielefelder Rathaus: Weil sie keine Schutzmaske tragen wollte, musste eine AfD-Vertreterin aus dem Ratssaal getragen werden. Foto: Pierel

Weil sie sich geweigert hatte, eine Maske zu tragen und dem auch nach mehrfacher Aufforderung nicht nachgekommen war, musste sie von Mitarbeitern der Stadtwache aus dem großen Ratssaal getragen werden. Zuvor hatte sie sich auf den Boden gelegt. Freiwillig mitkommen wollte sie nicht, verlangte nach Polizisten.

Die AfD-Vertreterin hatte vorgegeben, ein ärztliches Attest zu besitzen, wonach sie aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen müsse. Vorlegen wollte sie den Beleg allerdings nicht. Sie gab an, das Attest nur einem Richter zeigen zu wollen.

Weil sie schon in der vorausgegangenen Sitzung behauptet hatte, im Besitz eines solchen Attestes zu sein, war diesmal extra ein Testteam gekommen, das bei ihr einen Corona-Schnelltest durchführen wollte. Anschließend hätte sie an der Sitzung ohne Mundschutz teilnehmen dürfen. Auch diesen Schnelltest hatte die Frau verweigert. Ausschussvorsitzender Sven Frischemeier (SPD) machte daraufhin von seinem Hausrecht Gebrauch und verwies die sachkundige Bürgerin des Saales.

Bereits am Eingang des Ratssaales wird bei Ausschusssitzungen kontrolliert, ob – wie für das Rathaus wegen Corona vorgeschrieben – FFP2- oder OP-Masken von Teilnehmern und Besuchern getragen werden. Beim Zugang zum Ratssaal habe Irina Gross noch eine Maske getragen, hieß es von Zeugen. Die Ausschuss-Sitzung konnte nur mit 20-minütiger Verspätung beginnen.

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