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Bewohner werden in anderen Einrichtungen untergebracht

Erneuter Legionellen-Fall: AWO schließt Seniorenzentrum Bielefeld-Baumheide

Bielefeld (WB). Nach einem erneuten Legionellen-Fall im AWO-Seniorenzentrum in Bielefeld-Baumheide hat die Arbeiterwohlfahrt die Einrichtung vorübergehend geschlossen. Das berichtete am Montagnachmittag die AWO.

Das AWO-Seniorenheim in Bielefeld-Baumheide. Foto: Bernhard Pierel

Wie mehrfach berichtet, waren bereits zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Legionellen im AWO-Seniorenzentrum bekanntgeworden. Am Montag habe das Gesundheitsamt der Stadt Bielefeld bestätigt, »dass erneut bei einem unserer Bewohner des Seniorenzentrums Baumheide eine Legionellenerkrankung diagnostiziert wurde«, teilte die AWO weiter mit. »Nach menschlichem Ermessen haben wir das nicht für möglich gehalten, da wir in den vergangenen Monaten nach Bekanntwerden des Legionellenbefalls in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt alle nach dem Stand der Technik erforderlichen und auch darüberhinausgehende Maßnahmen ergriffen hatten, um Erkrankungsrisiken auszuschließen«, heißt es weiter.

Es sei mehrfach thermisch desinfiziert worden, weiterhin die Wasserleitungen beprobt, Filter an allen Abnahmestellen eingebaut und eine Gefährdungsanalyse erstellt worden lassen. »Aufgrund dieser getroffenen Maßnahmen können wir uns diese Erkrankung eines Bewohners nicht erklären«, berichtet AWO-Sprecherin Berit Peek.

100 Bewohner sollen in anderen Häusern untergebracht werden

»Gerade weil es derzeit keine greifbare Ursache für die Infektion gibt, haben wir uns zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Beschäftigten heute entschlossen, den Betrieb des Seniorenzentrums Baumheide vorübergehend einzustellen.«

Dabei stehe man in engem Austausch mit der Heimaufsicht, um die 100 Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der nächsten Zeit »sicher in einem ruhigen und geordneten Verfahren in anderen Häusern unterzubringen«. Zudem werde ein Konzept zum vorübergehenden Einsatz der Beschäftigten in unseren anderen Häusern erarbeitet. »Währenddessen besteht bis zum vollständigen Vollzug der vorübergehenden Betriebseinstellung erneut ein Duschverbot«, berichtet Berit Peek.

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