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Verzögerungen des Straßenbauprojekts durch Lärmschutz – Baubeginn ab 2024

Erster Abriss für Ausbau der »Herforder«

Bielefeld (WB). Die Planung ist kurz vor dem Abschluss, der erste Abriss läuft in diesen Tagen. Die Vorbereitungen für den vierspurigen Ausbau der Herforder Straße zwischen Baumheide und Brake gehen weiter voran – allerdings mit einem halben Jahr Verzögerung. Baubeginn könnte ab 2024 sein.

Hendrik Uffmann

Die neue Trasse soll nördlich (auf dem Bild rechts) der jetzigen Fahrbahn der Herforder Straße verlaufen. Foto: Uffmann

Wie berichtet, soll die Herforder Straße (B 61) auf dem etwa 1,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Rabenhof und der Grafenheider Straße auf zwei Fahrspuren je Richtung erweitert werden. Außerdem ist ein neuer Trassenverlauf geplant, durch den die Straße etwas weiter nördlich der heutigen Fahrbahn verläuft.

Notwendig ist deshalb auch, dass die Stadt Bielefeld Land in diesem Bereich kauft und die derzeit darauf stehenden Häuser abgerissen werden. Betroffen sind davon 24 Gebäude, erklärt Hans-Werner Klemme vom städtischen Amt für Verkehr. Obwohl die Herforder Straße in diesem Bereich eine Bundesstraße ist, plant die Bielefelder Behörde in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßen NRW das Projekt.

12,5 Millionen Euro soll dieses kosten, so Klemme. Sieben Millionen sind vorgesehen für den eigentlichen Straßenbau, zwei Millionen für den Lärmschutz, eine Million für die Bau einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer und zwei Millionen Euro für den nötigen Grunderwerb.

Der Hof an der Herforder Straße 549, den die Stadt zuletzt als Lager genutzt hat, wird jetzt abgerissen. Foto: Uffmann

»Wir hatten andauernd Schäden durch Einbrecher.«

Die Gespräche mit den Eigentümern laufen derzeit, erläutert Frank Homann, im Amt für Verkehr Teamleiter für die Verkehrswegeplanung. Dennoch hat in einem Fall schon der Abriss eines Hauses begonnen. Dabei handelt es sich um den früheren Hof an der Herforder Straße 549 zwischen Johannisbach und der Einmündung Mehlstraße.

Diesen hatte die Stadt schon vor mehr als zehn Jahren mit Blick auf die vorgesehene Straßenverbreiterung gekauft, sagt Stefan Lindenschmidt vom städtischen Immobilienservicebetrieb. Genutzt worden war das Gebäude dann als Lager unter anderem für Baumaterialien und Schulausstattung.

Immer wieder habe es jedoch Probleme mit Vandalismus gegeben. »Wir hatten andauernd Schäden durch Einbrecher. So ein Gebäude lässt sich auf Dauer nicht ständig bewachen«, so Lindenschmidt. Deshalb werde der Hof schon jetzt abgerissen, auch wenn der Beginn der Bauarbeiten für die Straßenerweiterung noch einige Jahre dauern wird.

Etwa 35.000 Euro kosten die Abrissarbeiten

Etwa 35.000 Euro kosten die Abrissarbeiten, bei denen in den vergangenen Wochen zunächst Schadstoffe wie Asbest und Mineralwolle entfernt worden sind, bevor nun ein Bagger die Außenmauern einreißt.

Die Planungen für die Straßenbau seien fast abgeschlossen, erläutert Frank Homann. Dabei gebe es Verzögerungen von einem halben Jahr, weil die Erstellung des Lärmschutzgutachten länger gedauert habe. So werde sich die politischen Beratung und die Öffentlichkeitsbeteiligung, die eigentlich Ende des Jahres hätten beginnen sollen, ebenfalls verzögern. Mitte kommenden Jahres, so Homann, solle nun das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Etwa zwei Jahre werde dieses in Anspruch nehmen, schätzt er. Gebe es keine Klagen gegen das Straßenbauprojekt, könnten es dann 2022 die notwendigen Beschlüsse geben und die Ausführungsplanung beginnen. Die Ausschreibungen und die Auftragsvergabe würden dann anschließend erfolgen. Wenn alles optimal laufe, sagt Homann, könnte der Baubeginn dann frühestens 2024 sein.

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