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Deutschland-Studie stellt Regionen-Ranking zu den Lebensverhältnissen vor

Es lebt sich mäßig in NRW

Mainz (dpa/WB). Die Unterschiede in der Lebensqualität in Deutschland sind zwischen Nord und Süd größer als zwischen Ost und West. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des ZDF.

Das Paderquellgebiet in Paderborn – dem Spitzenreiter in Sachen Lebensqualität in OWL – bietet Erholung. Foto: Besim Mazhiqi

NRW schneidet schlecht ab, insbesondere das Ruhrgebiet. Im Gesamtranking ist Gelsenkirchen mit 109 von 300 möglichen Punkten als 401. Stadt Schlusslicht der Studie. Die höchste Lebensqualität gibt es in NRW demnach in Münster (190 Punkte/Rang 33). Spitzenreiter in OWL ist der Kreis Paderborn mit 171 Punkten, gefolgt von den Kreisen Höxter (165), Lippe (162), Gütersloh (161), Minden-Lübbecke (160) und der Stadt Bielefeld (160) sowie dem Kreis Herford (154).

Für die Erhebung des Regionen-Rankings zu den Lebensverhältnissen in Deutschland hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos amtliche Statistiken ebenso ausgewertet wie Daten zu Grundbedürfnissen wie Gesundheit, Wohnen, Versorgung, Arbeit, Sicherheit oder Freizeit. Subjektive Einschätzungen etwa mit Hilfe von Befragungen seien bewusst nicht einbezogen worden.

Jede Region konnte maximal 300 Punkte erreichen. Mit 207 Punkten steht Spitzenreiter München zwar vorne, aber auch vor großen Herausforderungen: Wohnen ist teuer, es gibt zu wenig Kita-Plätze, die Luftqualität ist eher schlecht. Umgekehrt gehen die Regionen am unteren Ende des Rankings nicht leer aus. Auf dem letzten Platz erreicht Gelsenkirchen noch 109 Punkte. Gelsenkirchen punktet zum Beispiel mit Kulturangeboten und bezahlbarem Wohnraum.

Die ZDF-Deutschland-Studie zeigt zudem: Alle Städte in der Bundesrepublik zusammengenommen erreichen im Durchschnitt 167 Punkte, alle ländlichen Regionen 166 Punkte.

Mit der Deutschland-Studie liegt erstmals ein umfängliches Regionen-Ranking zu den Lebensverhältnissen im Land vor.

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