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Amt für Verkehr will die Vorlage zur Verlegung der Station noch einmal überarbeiten

Fernbusbahnhof: Beratung erst im März

Bielefeld (WB). Eigentlich sollte der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend die Verlegung des Fernbusbahnhofs an die Joseph-Massolle-Straße (Neues Bahnhofsviertel) beschließen, aber: Die Verwaltung zog die Vorlage kurzerhand zurück.

Burgit Hörttrich

Noch halten die Fernbusse am Bahnhof Brackwede. Ein neues Konzept soll im März vorliegen. Foto: Markus Poch

Die will das Amt für Verkehr noch einmal überarbeiten. Das bedeutet: Beschlossen werden kann frühestens im März.

Dabei hatte die Bezirksvertretung Brackwede der Verlegung des Fernbusbahnhofes vom Brackweder Bahnhof in die Innenstadt bereits im November 2019 zugestimmt.

Georg Fortmeier (SPD) aber sprach gestern Abend von der „neuen Vorlage“, die im März zu erwarten sei.

Viele Standort-Vorschläge

Zum neuen Standort des Fernbusbahnhofes gibt es quer durch alle Parteien Anträge und von FDP und den Verbänden Pro Bahn, Pro Nahverkehr und Verkehrsclub Deutschland (VCD) andere Standort-Vorschläge.

Die Verbände wünschen sich einen Fernbusbahnhof an Stelle des Parkplatzes neben der ehemaligen Post an der Nahariyastraße . Die Idee: den Fernbusbahnhof ebenerdig anzulegen und darüber eine neue Radstation zu bauen. Für die nämlich ist auch noch kein neuer Platz in Hauptbahnhofsnähe gefunden worden.

Die FDP dagegen bringt die Mindener Straße unter dem Ostwestfalendamm ins Gespräch. Diese Idee hatten die Liberalen bereits vor vier Jahren favorisiert.

Ein Fernbusbahnhof an der Joseph-Massolle-Straße bringe zu viele Nachteile mit sich, so die FDP. Er sei eine „Haltestelle auf engstem Raum“, eine Einbahnstraßenlösung stände den Anforderungen der Joseph-Massolle-Straße als „wichtige Querverbindung zwischen Schildesche und der Innenstadt“ entgegen. Zudem fielen Stellplätze für Taxen, Behindertenparkplätze und sogenannte „Kiss and Ride“-Plätze (Bring- und Holverkehr) weg.

Bring- und Holverkehr

Die CDU forderte in ihrem Antrag ebenfalls die Erarbeitung eines „leistungsfähigen Verkehrskonzeptes für den Bring- und Holverkehr“. Sie drängt auf Schaffung eines Haltepunktes für Fernbuslinien „in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof“ und fordert die kurzfristige Umsetzung des bereits gefassten Beschlusses zur Realisierung einer neuen Radstation. Die Kooperation mit SPD, Grünen, Lokaldemokraten und Bürgernähe/Piraten kann dem jetzt alten Verwaltungsvorschlag mehr abgewinnen, will aber eine Radstation auf dem Bahnhofsvorplatz, dazu ein Konzept für den Bring- und Holverkehr. Ansonsten solle der Fernbusbahnhof an die Joseph-Massolle-Straße.

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