Einfamilienhaus in Senne zerstört - Einsatz bis in die Morgenstunden

Feuerwehr löscht Dachstuhlbrand

Bielefeld - Durch einen Brand in einem Dachstuhl in Senne ist am frühen Samstagmorgen ein Einfamilienhaus zerstört worden. Die beiden Bewohner konnten sich ins Freie retten. Die Feuerwehr hatte über vier Stunden zu tun.

Christian Müller

Das Einfamilienhaus in Senne ist nach Brand und Feuerwehreinsatz nicht mehr bewohnbar. Foto: Christian Müller

Dem 73-jährigen Bewohner fiel in der Nacht auf, dass sein Radiowecker nicht funktionierte. Bei der Suche nach der Fehlerursache entdeckte der Rentner eine ausgelöste Sicherung. Beim Blick auf den Dachboden des Bungalows kamen ihm bereits Flammen und dichter Rauch entgegen. Mit seiner Frau rettete er sich ins Freie, verletzte sich dabei leicht bei einem Sturz. Gegen 2.50 Uhr alarmierte das Ehepaar die Feuerwehr.

Beim Eintreffen der ersten Brandbekämpfer stieg bereits dichter Qualm aus dem Dachgeschoss empor. Über einen Innenangriff brachten Feuerwehrkräfte unter Atemschutz die Flammen unter Kontrolle, von außen wurde über zwei Drehleitern gelöscht. Das Ehepaar wurde medizinisch untersucht.

Das neben dem Haus abgestellte Wohnmobil des Ehepaars konnten die Brandbekämpfer schützen, der Dachstuhl wurde durch das Feuer stark beschädigt. Durch eingedrungenes Löschwasser und Brandrauch wurde das Haus total zerstört und ist nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden dürfte im sechsstelligen Eurobereich liegen.

Foto: Christian Müller

Bis etwa 7 Uhr war die Feuerwehr mit rund 50 Einsatzkräften mit den Löscharbeiten beschäftigt. Vor Ort waren Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Löschabteilung Senne. Zur Unterstützung bei den Löscharbeiten im Dachstuhl wurde die Drehleiter der Löschabteilung Brackwede alarmiert.

Im Haus waren Rauchmelder installiert, allerdings nicht auf dem Dachboden. Dort ist laut Bauordnung kein Rauchwarnmelder vorgeschrieben. Wie der Dachstuhlbrand mit dem Stromausfall zusammenhängen könnte, müssen Brandsachverständige der Kriminalpolizei ermitteln.

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