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Mittwoch beginnt Prozess gegen 24-jährigen Ex-Freund

Frau erstochen, weil sie nicht abtreiben wollte

Bielefeld/Minden (WB/hz). Vor dem Landgericht Bielefeld wird seit Mittwoch der Mord an einer 28-jährigen Frau aus Minden verhandelt.

Die 28-Jährige wurde in ihrer Wohnung in Minden getötet. Foto: Christian Mathiesen

Ein 24-jähriger Deutschtürke aus Minden soll am Abend des 21. Mai seine, in der vierten Woche schwangere Ex-Freundin mit einem Klappmesser in ihrer Wohnung erstochen haben, um seine geplante Heirat mit einer jüngeren Frau (18) nicht zu gefährden.

Daher forderte der 24-Jährige die Mindenerin auf, das gemeinsame Kind abtreiben zu lassen. Die Frau, die bereits zwei Kinder aus einer vorherigen Beziehung hat, weigerte sich. In der Folge kam es zu der Bluttat, bei der auch die beiden kleinen Töchter des Opfers anwesend gewesen sein sollen. Der mutmaßliche Täter stellte sich danach der Polizei.

Staatsanwalt Christoph Mackel wirft dem Mindener Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.

Angehörige des Opfers widersprachen allerdings der Darstellung der Staatsanwaltschaft, dass die 18-Jährige Braut in spe und der 24-Jährige jesidischen Glaubens seien. Die Angaben in der Anklage seien falsch. Sowohl der Mann als auch die junge Frau seien muslimischen Glaubens, versichern sie. Die 18-Jährige sei entsetzt über die Bluttat des Deutschtürken und habe die Verlobung gelöst.

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