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Geschäftsmann aus Spenge erhält 7500 Euro zurück

29-Jährige findet in Bielefeld Tasche voller Geld

Bielefeld/Spenge

Glück für einen Geschäftsmann aus Spenge: Er hat in Bielefeld eine Tasche mit Ausweisen, Bankkarte und 7500 Euro Bargeld verloren. Eine Bielefelderin fand die Tasche und brachte sie zur Polizei.

Ein Geschäftsmann aus Spenge hatte in Bielefeld eine Tasche mit 7500 Euro verloren. Eine ehrliche Finderin brachte sie zur Polizei. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Gegen 9  Uhr am Dienstag hat eine 29-jährige Bielefelderin das Büro der Bezirksdienstbeamtin für die Zuständigkeitsbereiche Sudbrack, Apfelstraße und Hohes Feld betreten und dort eine Tasche abgegeben. Die Frau hatte diese am Abend zuvor in der Bremer Straße auf dem Boden liegend gefunden und an sich genommen. Neben einem hohen Bargeldbetrag befanden sich auch Bankkarten und Ausweispapiere in der Tasche.

Aufgrund der vorliegenden persönlichen Daten des Eigentümers  konnte die Polizei  unmittelbar nach der Abgabe des Fundstücks den Besitzer kontaktieren. Am Telefon gab der 46-jährige Mann aus Spenge an, dass er sich aus geschäftlichen Gründen im Bereich des Fundortes aufgehalten hatte. Er sei sich allerdings noch nicht sicher gewesen, ob er die Geldtasche tatsächlich verloren oder lediglich verlegt hatte. Aus diesem Grund hatte er seinen Verlust noch nicht bei der Polizei gemeldet.

235 Euro Finderlohn

Wer gefundene Sachen nicht abgibt, kann in Deutschland wegen Fundsachenunterschlagung mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Gefundene Gegenstände und Geld müssen ab einem Wert von zehn Euro gemeldet werden.

Ehrliche Finder hingegen haben Anspruch auf einen Finderlohn, den das Bürgerliche Gesetzbuch vorschreibt. Dieser beträgt bei Gegenständen bis 500 Euro fünf Prozent und darüber hinaus drei Prozent. Im konkreten Fall darf sich die 29-Jährige also über 235 Euro (fünf Prozent von 500 Euro plus drei Prozent von 7000 Euro) freuen. Für gefundene Tiere beträgt der Finderlohn immer drei Prozent.

Gut zu wissen

Wird die Fundsache nicht abgeholt und lässt sich der rechtmäßige Besitzer nicht ermitteln, geht das Eigentum nach sechs Monaten komplett an den Finder über. Ausnahmen gibt es für Fundsachen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Behörden. Dort gibt es bis 50 Euro gar keinen Finderlohn und darüber hinaus nur die Hälfte des sonst üblichen Finderlohnes. Nach sechs Monaten geht das Eigentum dort nicht an den Finder, sondern an die zuständige Behörde über.

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