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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Frau überrollt: Busfahrerin unschuldig

Bielefeld (WB/hz). Nach dem Unfalltod einer Fußgängerin (49) am 17. April auf der August-Bebel-Straße hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Mobiel-Busfahrerin (53) wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingestellt.

Der in den tödlichen Unfall verwickelte Linienbus. Foto: Bernhard Pierel/Archiv

Die Passantin wurde am Unglückstag um kurz nach 19 Uhr von einem 10,6 Tonnen schweren Bus der Linie 27 (Kunsthalle-Schildesche-Baumheide) erfasst und überrollt. Die 49-Jährige starb trotz eines Großeinsatzes von Rettungsdienst und Feuerwehr noch an der Unfallstelle in Höhe des Ostmannturm-Viertels auf der August-Bebel-Straße zwischen den Einmündungen Budde- und Thielenstraße.

»Nach einem Gutachten war das Unfallgeschehen für die Busfahrerin unabwendbar. Es haben sich keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben«, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Christopher York auf Anfrage.

Seinen Angaben zufolge habe die Fußgängerin den Streit zwischen einer Frau und einem Mann schlichten wollen. Dabei wollte die Streitschlichterin offenbar verhindern, dass die Frau dem Mann folgt, der die Straßenseite gewechselt hatte. Das Unfallopfer sei der Frau hinterher auf die Fahrbahn gelaufen, ohne auf den Verkehr zu achten. Dabei sei die 49-Jährige trotz eines Ausweichmanövers der Mobiel-Fahrerin vom Bus erfasst und überrollt worden, fasste Staatsanwalt York das Unfallgeschehen zusammen. Offenbar hätten sich die Streitschlichterin und das Paar nicht näher gekannt.

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