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Paprika-Antrag im Rat

Freifunk für die Stadt

Bielefeld (WB/bp). Bielefeld soll Freifunk-Stadt werden. Mit einem Rats-Antrag, Internet-Bürgernetze auszubauen und zu stärken, will die Paprika-Koalition mit SPD, Grünen, Piraten/Bürgernähe einen, so Lars Büsing (Piraten) und Sven Frischemeier (SPD), »ersten Aufschlag« liefern: »Der Rat soll den Freifunk als Ziel aufnehmen und sich dafür engagieren.«

Die Internet-Bürgernetze in der Stadt Bielefeld sollen ausgebaut und gestärkt werden. Foto: dpa

Es gehe um ein »freies Netz von Bürgern für Bürger«, sagt Büsing, ein W-Lan-Netz, dass unabhängig von kommerziellen Anbietern von jedermann registrierungsfrei nutzbar sei. Auf städtischen Immobilien sollten Freifunk-Router aufgestellt werden, um ein dichtes Netz zu schaffen. Auch städtische Unternehmen, so die Idee der Koalitionäre, könnten den Einbau von Freifunk unterstützen – indem sie zum Beispiel ihre Gebäude für Router zur Verfügung stellen.

Frischemeier streicht heraus, dass es beim Freifunk um mehr gehe als um kostenloses Internet. »Es entsteht ein unabhängiges, städtisches Netz.« Mehr als 200 solcher selbstverwalteten lokalen Computernetzwerke gebe es bereits in Deutschland. Ziel: Förderung lokaler Kommunikation, Anonymität und Überwachungsfreiheit. Die Koalitionäre beantragen im Rat zudem eine Abschubfinanzierung von 5000 Euro pro Jahr ab 2016.

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