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Für neue Außenanlagen müssen 17 Bäume gefällt werden

Freizeitzentrum macht schon was her

Baumheide

15 Jahre, schätzt Heepens Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher, 15 Jahre beschäftige die „Neue Mitte Baumheide“ bereits Politik und Verwaltung: „Mindestens“.

Burgit Hörttrich

In diesem Jahr soll die Sanierung des Freizeitzentrums Baumheide abgeschlossen werden. Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher, Bezirksamtsleiter Peter Skarabis, Marcella Matzke (Bauamt) und Kim Lars Richard (Umweltbetrieb, von links) stehen in der Grünanlage vor der neu gestalteten Ostfassade. Foto: Burgit Hörttrich

Umso mehr freue er sich, dass es jetzt sichtbar voran gehe - zuerst mit der Sanierung des Freizeitzentrums. Das soll, wünscht sich auch Marcella Matzke (Bauamt), „noch in diesem Jahr komplett nutzbar“ werden. Gearbeitet werde bei laufendem Betrieb, trotzdem sind Veränderungen bereits zu sehen: die rot gestrichene Ostfassade mit neuen Fenstern zum Beispiel oder der Jugendbereich mit Band-Probenräumen im Untergeschoss mit seinem Hof samt Sitztreppen. Die Außenanlagen werden ebenfalls komplett umgestaltet. Damit diese Arbeiten in Angriff genommen werden können, werden in der letzten Februarwoche 17 Bäume auf dem Gelände gefällt.

„Kein Kahlschlag“, versichert Grünplaner Kim Lars Richard (Umweltbetrieb). Die Bäume würden zudem mittelfristig ersetzt. Entstehen sollen barrierefreie Außenanlagen. Die Stufen auf dem Areal zum Rabenhof hin fallen weg. Dort solle, so Richard, eine „urbane Platzfläche“ entstehen, das Freizeitzentrum öffne sich mit einem Café samt Außengastronomie. Bezirksamtsleiter Peter Skarabis weist auf die Skulptur „Ost-West“ des Künstlers Leonard Wübbena, eine Schenkung der Gemeinschaftsstiftung Baumheide-Heepen, hin, die auf dem Platz aufgestellt werden soll. Die „Hände“-Skulptur, die dort jetzt steht, solle einen anderen Standort bekommen.

Die Umgestaltung der Außenanlagen, in die auch die beiden Parkplätze des Freizeitzentrums mit einbezogen werden - in Zukunft soll es alternative Stellplätze entlang der angrenzenden Straßen geben - werde wohl erst Ende 2022 abgeschlossen, so Richard. Geplant seien neue Wege, ein Wasserspielplatz, eine Calisthenics-Anlage (Openair-Fitness, vergleichbar der Anlage auf dem Kesselbrink) und Aktionsflächen. „Die können von Menschen jeder Generation genutzt werden“, betont Sternbacher. Er ist überzeugt davon, dass das Umfeld des Freizeitzentrums „enorm aufgewertet“ werde. Erhalten bleibe das sogenannte Tonhäuschen.

Nach Überzeugung von Sternbacher ist das Freizeitzentrum ein unverzichtbarer Indentifikationspunkt für die Einwohner Baumheides. Deshalb ist er auch froh, dass es auch in Zukunft einen Saal geben wird: „Anders als die Kegelbahn, die inzwischen abgerissen ist, wird im Saal wieder gefeiert und getagt werden können.“

Das nächste Projekt der „Neuen Mitte“: die Umgestaltung der Stadtbahnhaltestelle. Das sei, so Sternbacher, „ein hochkomplexer Prozess“. Ähnlich wie das Gesamtvorhaben. Der Bezirksbürgermeister: „Um gefördert zu werden, mussten wir alle Register ziehen.“ Zunächst nämlich sei Baumheide im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungsprogramm (INSEK) nicht berücksichtigt worden. Inzwischen seien insgesamt 26 Millionen Euro auch aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zugesagt.

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