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Bethel: 25. Tag der Epilepsie – Forderung nach mehr Beratungsstellen für Betroffene

Für Offenheit, gegen Vorurteile

Bielefeld

1967 hatten 37 Prozent der Eltern Bedenken, den eigenen Sohn oder die Tochter mit einem epilepsiekranken Kind spielen zu lassen. 2018 waren es noch sieben Prozent. Auch die Einschätzung, dass Epilepsie eine Geisteskrankheit sei, erfuhr eine Korrektur, wie eine Studie des Medizinsoziologen Rupprecht Thorbecke ergab. Auch diese Zahl sank von 31 auf sieben Prozent. Aber es ist eben noch einiges zu tun; das wurde am Tag der Epilepsie 2021 deutlich.

Von Sabine Schulze

Luden zur (hybriden) Zentralveranstaltung am Tag der Epilepsie: von links Prof. Dr. Christian Bien, Sybille Burmeister, Pit Clausen und Pastor Ulrich Pohl. Schätzungsweise fünf Prozent der Menschen bekommen einmal im Leben einen Anfall. Foto: Sabine Schulze

Nicht von ungefähr hat die Zentralveranstaltung zu diesem 25. bundesweiten Tag am Dienstag in der Neuen Schmiede in Bethel stattgefunden: Die Epilepsie war vor mehr als 150 Jahren Gründungsanlass und Keimzelle der von Bodelschwinghschen Stiftungen, erinnerte deren Vorstandschef Pastor Ulrich Pohl. „Und die Epileptologie ist das älteste und renommierteste Aushängeschild Bethels“, ergänzte er. Das Epilepsie-Zentrum des Ortsteils hat einen Ruf in Therapie und Forschung, belässt es aber nicht bei den rein medizinischen Aspekten, sondern bezieht das gesamte soziale Umfeld der Erkrankten in die Versorgung ein.

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