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Nach erfolgreicher Premiere sollen die WG-Flohmärkte 2019 in die zweite Runde gehen

Ganz Bielefeld als Trödelmeile

Bielefeld (WB). Getrödelt wurde im Garten, auf dem Balkon, im Innenhof und unterm Dach – beim ersten WG-Flohmarkt in Bielefeld öffneten 29 Wohngemeinschaften (WG) und auch Familien ihre Türen für Trödelfans.

Kerstin Sewöster

Die Premiere ist ein voller Erfolg, das finden (von links): Mascha Stanzel, die die Idee in Bielefeld umsetzte, Sandra Eden, Neele Dirkwinkel, Laura Jünke, die in ihrer WG-Küche und auf dem Balkon trödelten, sowie Ideengeberin Laura Isabelle Jax aus Gießen. Foto:

Die meisten WG-Trödler fanden sich in der Innenstadt. Und so sah man am Samstag viele, vor allem jüngere Leute mit ausgedrucktem Stadtplan durch die City laufen. »Die Idee ist super, das könnte einmal im Monat stattfinden«, meinte Julia (26), die mit ihrer Freundin Jana (29) unterwegs war. Eigentlich wollten die beiden sich »nur in WGs umschauen und Hinterhöfe entdecken«, aber dann hatten sie doch Mitbringsel für ihre Freunde gefunden.

»Das ist eine gute Sache, um Bielefeld kennenzulernen«, meinten auch Christina und Gregor (35). Die beiden waren auf ihrer Suche nach Computerspielen, Elektronik und Büchern bereits kurz nach Eröffnung um 15 Uhr fündig geworden, freuten sich aber vor allem über die netten Gespräche. »Sogar WG-Zimmer wurden angeboten.«

Frische Waffeln und Fußball-Ergebnisse

Einen Riesenspaß hatten die Trödler selbst: Am Goldbach machte gleich die ganze Hausgemeinschaft mit, es gab Musik vom Band und Kuchen. Wer es zu Sophie und Luisa an der August-Bebel-Straße bis in den vierten Stock schaffte, der bekam nicht nur eine frisch gebackene Waffel, sondern auch die aktuellen Fußballergebnisse gleich mitgeliefert.

Natürlich ging es auch ums Trödeln. Die WG von Armina nutzte die Gelegenheit, um sich von Hausrat zu verabschieden, die ein langjähriges WG-Mitglied zurückgelassen hatte. Kreativität bewiesen manche Marktbeschicker, die sich eigens für das Event Namen gaben: Vintage-Family, Augusta-Schwestern oder Willi seine Rhabarberschnaps-Trödelei, um nur einige Beispiele zu nennen.

Partystimmung am Goldbach mit Musik und Kuchen (vorne von links): Lou, Karolin, Rebecca, (hinten von links) Irini mit Pinelopi und Mara finden die Idee der WG-Flohmärkte super. Foto: Kerstin Sewöster

Mascha Stanzel, die den WG-Flohmarkt gemeinsam mit Sophie Honoré nach Bielefeld geholt hatte, war überrascht von der guten Resonanz sowohl bei den Händlern als auch bei den Besuchern: »In der Frachtstraße gab es sogar Livemusik und Würstchen vom Grill«. Fest steht für die beiden Initiatoren schon jetzt, dass es ein zweites Mal geben wird. »Aber die Zahl der Teilnehmer bleibt auf 30 begrenzt und es wird ein Event, das nur einmal jährlich stattfindet«, betonte Stanzel, die bei der Premiere mit der Ideengeberin Laura Isabelle Jax aus Gießen unterwegs war.

Die 31-Jährige hatte die Idee zum WG-Flohmarkt, der bereits zum achten Mal in Gießen und auch schon in Kiel stattfand. »Die Leute lassen sich immer mehr Besonderes einfallen«, erzählte Jax. So gebe es in Gießen mittlerweile beim WG-Flohmarkt auch Tai-Chi-Workshops und Flamenco-Stunden im Swimmingpool. Kein WG-Flohmarkt ohne Abschlussparty. Die fand in Bielefeld im Plan B statt.

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