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Beim Entladen eines Lkw steigen Dämpfe auf – Bielefelder Feuerwehr rückt aus

Gefahrguteinsatz bei Schüco

Bielefeld (WB/cm)

Die Bielefelder Feuerwehr musste am Donnerstagmittag zu einem Gefahrguteinsatz bei der Firma Schüco ausrücken. Beim Be- und Entladen eines Lkw waren Dämpfe aufgestiegen, zwei Mitarbeiter klagten daraufhin über Atemwegsreizungen und Hautrötungen. Die Mitarbeiter wurden zur weiteren Behandlung in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht, beide sollen leichte Verletzungen davongetragen haben.

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Die Bielefelder Feuerwehr musste am Donnerstagmittag zu einem Gefahrguteinsatz bei der Firma Schüco ausrücken. Foto: Christian Müller

Die Feuerwehr wurde um 12.49 Uhr alarmiert. Auf der Ladefläche eines Sattelaufliegers, der an einer Laderampe abgestellt war, wirbelten staubartige Reste eines sauren Stoffes auf, nachdem eine Schüco-Mitarbeiterin mit einem Hubwagen Paletten mit Aluminiumteilen transportiert hatte. Als die Frau über die ersten Symptome klagte, wurde der Bereich, in dem mehrere Mitarbeiter beschäftigt waren, geräumt.

38 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes trafen wenig später ein. Sie untersuchten die Mitarbeiterin und den Mitarbeiter, die durch die aufgewirbelten Reste Reizungen der oberen Atemwege erlitten und über Husten und Hautrötungen klagten. Sie kamen nach medizinischer Versorgung leicht verletzt ins Krankenhaus. Weitere Mitarbeiter waren nicht betroffen.

Feuerwehreinsatzleiter Jörn Bielinski

Die Einheit der ABC-Erkunder untersuchten unter Schutzanzügen die staubartigen Reste, die Feuerwehr nahm Kontakt mit der Spedition auf. Es ergab sich, dass in dem Laster vor kurzer Zeit Saatgut transportiert wurde, welches bei Allergikern Reaktionen auslösen könnte. „Eine erste Untersuchung der Experten ergab, dass der pH-Wert gering war und sich ein erster Hinweis auf einen sauren Stoff ergab“, sagte Feuerwehreinsatzleiter Jörn Bielinski.

„Die weiteren Nachforschungen der Spedition ergaben, dass die Rückstände auf der Ladefläche von transportierter Oxalsäure stammen könnten. Diesen Verdacht teilten wir auch mit dem Krankenhaus, um die richtige und schnelle Behandlung der beiden Mitarbeiter zu unterstützen.“

Der Lkw-Anhänger wurde bis zur fachmännischen Reinigung der Ladefläche gesperrt, auch die Laderampe soll gereinigt werden. Nach zwei Stunden war der Einsatz für die Kräfte der Haupt- und Nordwache, der ABC-Erkunder und der Löschabteilung Ost beendet. Vor Ort waren ebenfalls der Abrollbehälter Gefahrgut, sowie drei Rettungswagen und ein Notarzt.

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