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31-Jähriger steht wegen Handels in Bielefeld vor Gericht

Gefälschte Designerstühle?

Bielefeld (WB/hz). Hat ein 31-Jähriger mit gefälschten Designerstühlen im großen Stil gehandelt und damit den Inhaber der Markenrechte um mehr als 90.000 Euro gebracht? Um diese Frage geht es seit Dienstag vor dem Landgericht Bielefeld.

Das Foto zeigt die »Eames Plastic Side Chairss DSW« des Lizenzinhabers Vitra aus der Schweiz. Foto: Alex Griffiths/Vitra

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-Jährigen vor, einen florienden Internethandel mit Plagiaten aus Fernost betrieben zu haben.

Als Kripobeamte im Januar und Dezember 2014 zwei Lagerräume in Bielefeld durchsuchten, fanden sie 538 nachgemachte Stühle, zum Beispiel »Eames Plastic Side Chairs DSW«.

Die Schweizer Firma Vitra besitzt die Vertriebsrechte für Europa und den Mittleren Osten an den Sitzmöbeln, die als Originale zum Stückpreis von mehreren hundert Euro verkauft werden. Der 31-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Die Plagiate sollen einer in Großbritannien lebenden Frau (41) gehören. Das Landgericht will im Oktober ein Urteil fällen. Der US-amerikanische Designer Charles Eames (1907-1978) hatte 1948 an einem Wettbewerb für preiswert herzustellende Möbel teilgenommen und Sitzschalen aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Heute werden die Sitze dieser Stühle weitgehend aus Polyamid gefertigt.

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