1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Genossen-Treffen

  8. >

Schauspieler Leonard Lansink unterstützt Pit Clausen im Wahlkampf

Genossen-Treffen

Bielefeld (WB). Kennen gelernt haben sie sich 2018 am Set der ZDF-Serie „Wilsberg“: Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) und der Wilsberg-Darsteller, Schauspieler Leonard Lansink. Beim Dreh in Bielefeld stellten beide fest, dass sie einiges gemein haben. Da ist zum einen die Liebe zu Hunden. OB-Hund-Scotty begrüßt schwanzwedelnd die Besucher im Rathaus-Chefzimmer. Und daheim bei Leonard Lansink in Berlin-Friedrichshain gibt es gleich zwei Vierbeiner: Labrador Atze, jetzt sechseinhalb Jahre alt und die Terrier-Beagle Mischung „Holly“ (etwa vier). „Wir haben Holly aus dem Tierheim“, erzählt Lansink, als er am Donnerstag zu Besuch im Rathaus ist.

Michael Schläger

Verstehen sich blendend: Scotty, der Hund von Oberbürgermeister Pit Clausen, und Schauspieler Leonard Lansink . Der „Wilsberg“-Darsteller ist Hundefreund und SPD-Genosse. Genau wie der Rathaus-Chef. Foto: Bernhard Pierel

Keine Rosen für die Wähler

Und der hat mit der zweiten Gemeinsamkeit zu tun: Leonard Lansink ist auch Genosse, SPD-Mitglied wie Clausen. „Ich bin 2002 in die SPD eingetreten“, erzählt Lansink. Damals ging es um Stoiber oder Schröder im Kanzleramt. „Und ich wollte keinen CSU-Mann dort“, erzählt Lansink. Aber Ortsverein und Unterbezirk sind nicht so Lansinks Ding. Eher schon die Partei-Oberen für die Belange der Künstler zu sensibilisieren. „Und das gelingt ganz gut.“

Eigentlich war der Plan, dass Clausen und Lansink Rosen an die Bielefelder Wählerschaft verteilten. Doch das ist unter Corona-Bedingungen nicht drin. Und so bleibt es beim gemeinsamen Kaffee-Plausch, bevor Lansink wieder zu den „Wilsberg“-Dreharbeiten nach Köln aufbrechen muss.

Dreh unter Corona-Bedingungen

Köln? Ja, richtig gehört. Ungefähr zwei Drittel der Dreharbeiten werden dort und nicht in Münster, wo die Serie eigentlich spielt, absolviert. „Und wegen Corona können wir dieses Mal auch nicht im Antiquariat in Münsters Altstadt drehen“, erzählt Lansink. Schauspieler und Crew, rund 20 Leute auf so engem Raum, „das geht im Moment nicht.“ Die Drehbuch-Lösung: In Wilsbergs Laden gibt es einen Wasserschaden, und der Privatdetektiv findet ein Ausweichquartier in einer Halle. Aber Corona wird in der neuen Folge (der Sendetermin ist noch offen) nicht thematisiert. „Wenn die Folge dann eines Tages wiederholt wird, ist Corona hoffentlich vergessen und würde nur irritieren“, ist Lansink optimistisch. Die Serie existiert jetzt im 25. Jahr. Und geht es nach dem Schauspieler, kann es noch lange so weiter gehen. Gern auch mal wieder in Bielefeld, das in jeder Folge mindestens Erwähnung findet und zuletzt zweimal Ort der Handlung war.

Froh ist der Schauspieler, in Gelsenkirchen aufgewachsen und natürlich Schalke-Fan, über Arminias Aufstieg. „Erstliga-Fußball gehört nach Bielefeld.“ In Wilsbergs Heimatstadt Münster sieht das anders aus. Die Preußen sind jetzt viertklassig.

Startseite