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Bielefelder Unternehmer baute Hemdenmarke aus

Gerd Seidensticker gestorben

Bielefeld (WB/in). Dass Seidensticker heute in Deutschland die bekannteste Hemdenmarke ist, gilt vor allem als das Verdienst von Gerd Seidensticker. Von 1969 an bis 2004 war er an der Seite seines Bruders Walter vor allem für Marketing und Vertrieb verantwortlich. Am vergangenen Montag ist Gerd Seidensticker nach schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren gestorben.

Gerd Seidensticker

Gegründet wurde die Bielefelder Hemden- und Blusenfabrik 1919 vom Vater Walter Seidensticker. Nach dem Studium am Textiltechnikum in Reutlingen ging Gerd Seidensticker Anfang der 1950er Jahre zur weiteren Ausbildung für ein Jahr in die USA – zu einem Zeitpunkt, als das für einen Deutschen alles andere als selbstverständlich war.

1969, nach dem Tod des Vaters, übernahmen Gerd Seidensticker und sein Bruder die Führung des Familienunternehmens, das fortan kontinuierlich an Größe und Bekanntheit gewann. Zusätzlich etablierte er die Premiummarke Jacques Britt. Wie andere Textilunternehmen verlagerte auch Seidensticker immer mehr Teile der Produktion nach Asien. Heute fertigt das Unternehmen insbesondere in eigenen Produktionsstätten in Vietnam und Indonesien sowie in einem Joint Venture in Bangladesch.

Gerd Seidensticker blieb auch als Weltbürger Bielefeld verbunden. 2004 zog er sich aus der operativen Führung zurück. Sie liegt seither in den Händen seines Sohnes Gerd Oliver und dessen Cousins Frank Seidensticker.

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