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Milliarden-Projekt in Bielefeld: Nur für ersten von sechs Bauabschnitten gibt es eine Detailplanung

Gespräch zur Uni-Sanierung am Mittwoch

Bielefeld (WB). Wie geht es weiter bei der sich hinziehenden Sanierung der Uni Bielefeld? Am Mittwich werden sich die Verantwortlichen vom federführenden Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW mit Vertretern der Uni treffen, um den weiteren Ablauf zu besprechen. »Das ist aber kein Krisentreffen, sondern eine turnusgemäße Zusammenkunft«, betont BLB-Sprecherin Silke Schenck.

Bernd Bexte

Die Universität Bielefeld soll in sechs Bauabschnitten saniert werden. Erste Arbeiten begannen Ende 2014. Foto: Thomas F. Starke

Wie berichtet, kommt es bei der Sanierung zu Verzögerungen auf unabsehbare Zeit. Ursprünglich sollte die 2014 begonnene Modernisierung des gut 40 Jahre alten Gebäudes (Gesamtvolumen etwa eine Milliarde Euro) bis 2026 beendet sein.

»Defizite in der Projektsteuerung«

»Wir können derzeit keinen belastbaren Termin nennen«, heißt es aus dem BLB. Als Grund nennt der Landesbetrieb Unwägbarkeiten bei dem Projekt mit sechs Bauabschnitten. »In der Planungsphase zeigten sich Defizite in der Projektsteuerung: Zeitpläne wurde nicht eingehalten und Kostenprognosen nach oben korrigiert«, konkretisierte die Uni am Montag. Und: Detaillierte Planungen über den ersten Bauabschnitt hinaus gebe es nicht. »Die Planungen für den ersten Bauabschnitt dauern länger als 2014 angenommen und werden deutlich später fertiggestellt.«

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst sagte am Montag, ihm sei vom Rektor der Universität Gerhard Sagerer versichert worden, dass die Verzögerungen beim Bau keine Auswirkungen auf die Einrichtung der Medizinfakultät haben werde.

Externe Risikoprüfung

Am Treffen am Mittwoch nimmt auch der neue Projektleiter aus der Niederlassung Dortmund teil, der die Planungen gemeinsam mit den Bielefelder Kollegen steuert. Wie berichtet, war der BLB-Niederlassung Bielefeld die Leitung entzogen worden. »Wir hoffen, noch vor den Sommerferien konkrete Angaben zum weiteren Verlauf der Sanierung machen zu können«, sagt BLB-Sprecherin Schenck.

Eine externe Risikoprüfung hatte ergeben, dass der Zeitplan der Uni-Sanierung nicht mehr zu halten ist. »Der BLB wird damit seiner Verantwortung für ein erfolgreiches Bauprojekt gerecht, indem er noch vor der Ausführungsplanung und vor dem Einkauf von Bauleistungen die Weichenstellungen noch einmal überprüft und entsprechend nachbessert«, heißt es in einer gestern verbreiteten Stellungnahme des BLB. Konkret müsse unter anderem die Gestaltung des künftigen Uni-Haupteingangs mit dem Neubau des Studierenden-Service-Centers »noch einmal durchdacht werden«.

Stephan Becker, als Bielefelder Uni-Kanzler Verwaltungschef der Hochschule, begrüßt die Neuplanung. Die zugrunde liegende Prüfung habe zwar ein Jahr gekostet. »Aber: Damit kann die Wahrscheinlichkeit von massiven Problemen in der anschließenden Bauphase reduziert werden.« Die Universitätsleitung gehe »vertrauensvoll in die Zusammenarbeit mit der neuen Projektleitung«.

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