Bielefelder Autozulieferer verhandelt mit der IG Metall über eine Änderung des Zukunftstarifvertrags

Gestamp plant Stellenabbau

Bielefeld (WB). Der Automobilzulieferer Gestamp verhandelt mit der Gewerkschaft IG Metall über einen Stellenabbau am Standort Bielefeld. Nach Angaben der Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Bielefeld Ute Herkströter will das Unternehmen 201 der rund 1400 Arbeitsplätze abbauen.

Peter Bollig

Bei Gestamp wird über Stellenkürzungen verhandelt. Foto: Peter Bollig

Dazu haben Gestamp-Vertreter, Betriebsrat und Gewerkschaft am Montag Verhandlungen aufgenommen. Denn betriebsbedingten Kündigungen steht derzeit ein 2015 ausgehandelter Zukunftstarifvertrag entgegen. Darin hatte Gestamp unter anderem vereinbart, dass es bis 2021 keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll.

Nach Gewerkschaftsangaben hat Gestamp die Änderung der tariflichen Vereinbarung beantragt. Der Stellenabbau sei geplant im so genannten indirekten Bereich, also unter anderem in der Verwaltung, nicht aber in der Produktion.

Der Hintergrund für die Stellenreduzierung ist laut Ute Herkströter die schwierige Lage in der Automobilbranche mit Umsatzeinbrüchen bei Zulieferern wie Gestamp. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Karosserie- und Fahrwerkskomponenten für eine ganze Reihe internationaler Automobil- und Nutzfahrzeughersteller.

Im Juli hatte Gestamp mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung getroffen, die es der Geschäftsleitung erlaubt, bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit zu beantragen . Von dieser Möglichkeit hat Gestamp bis heute allerdings keinen Gebrauch gemacht.

Gestamp war für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar.

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