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CDU und FDP richten Bürgerportal für die geplante Erweiterung ein

Gesucht: die besten Tierpark-Ideen

Bielefeld (WB). Ende September läuft der Pachtvertrag für das Hockeyfeld am Tierpark Olderdissen aus. CDU und FDP haben deshalb jetzt eine Initiative gestartet. Sie wollen die Bürger fragen, wie das 7400 Quadratmeter große Areal als Erweiterungsfläche für den Tierpark genutzt werden kann.

Michael Schläger

Ein größerer Spielplatz für die Kinder gilt bei der Tierpark-Erweiterung als gesetzt. Foto: Bernhard Pierel

»Wir sind für alle Vorschläge offen«, sagt Jasmin Wahl-Schwentker, FDP-Sprecherin im Rat. Vor allem der Spielplatz am Tierpark benötige mehr Platz, sei an manchen Wochenenden völlig überlastet, ergänzt der CDU-Politiker Werner Thole. Denkbar wären aber auch weitere Gehege, eine Vergrößerung des Streichelzoos oder eine Wasserfläche. »Nur einen weiteren Parkplatz soll es auf dieser wertvollen Fläche nicht geben«, betont Carsten Krumhöfner (CDU).

Homepage eingerichtet

Um die Bürgervorschläge zu sammeln, haben beide Parteien eine gemeinsame Homepage eingerichtet. »Außerdem wollen wir über Facebook darauf aufmerksam machen«, sagt FDP-Kreisvorsitzender Jan Maik Schlifter.

Nach Ostern sollen die Vorschläge ausgewertet werden. Was aus Sicht der beiden Parteien umgesetzt werden kann, soll dann in Antragsform gekleidet und im zuständigen Betriebsausschuss des städtischen Umweltbetriebes (UWB) behandelt werden. »Die Bürger nutzen den Tierpark. Dann wollen wir die Bürger auch an der Entscheidungsfindung beteiligen«, betont Jasmin Wahl-Schwentker. Werner Thole wünscht sich »alles andere als eine 08/15-Lösung« für das Filetstück.

Der Hockeyplatz, der sich an den bestehenden Spielplatz anschließt, wurde seit Jahren kaum noch vom DSC Arminia genutzt. Im Sommer vergangenen Jahres hatten Union und Liberale in Gesprächen mit dem Verein erreicht, dass dieser zum Verzicht auf die Fläche bereit war. Das nebenan befindliche Clubhaus kann dagegen auch künftig weiter von den DSC-Hockeyspielern genutzt werden.

Im Betriebsausschuss des städtischen Immobilienservicebetriebs (ISB) war dann auf Antrag von CDU und FDP die Vertragskündigung zum 30. September 2019 auf den Weg gebracht – und einstimmig beschlossen worden. Im UWB-Betriebsausschuss war – ebenfalls einstimmig – der Auftrag an die Verwaltung ergangen, Konzepte für die künftige Nutzung zu entwickeln. Diese sollen nun mit den »hoffentlich zahlreich Bürgervorschlägen« (Carsten Krumhöfner) abgestimmt werden.

Jan Maik Schlifter betont, auch die Tierpark-Leitung sei in die Überlegungen einbezogen worden. Tierpark-Chef Herbert Linnemann hat ebenfalls Ideen für die Erweiterungsfläche, kann sich vorstellen, dort neben einer Spielplatz-Erweiterung beispielsweise Gehege für alte Haustierrassen zu errichten.

Sponsoren willkommen

Bleibt die Frage der Finanzierung. Die Bürgerstiftung habe bereits Unterstützung zugesagt, so Jasmin Wahl-Schwentker. Auch meldeten sich beim Tierpark immer wieder potenzielle Sponsoren, die bereit seien, Einzelprojekte zu unterstützen, meint Carsten Krumhöfner. So lasse sich etwas auf die Beine stellen.

Werde der Tierpark ab 2020 größer und attraktiver, müsse auch mit mehr Andrang gerechnet werden, so Schlifter. Dabei sei die Parkplatzsituation dort aktuell »nicht unbedingt zufriedenstellend.« Abhilfe könnte ein von der Tierpark-Leitung bereits angeregtes Parkleitsystem sein. Wenn rechtzeitig angezeigt werde, dass der Parkplatz am Tierpark belegt sei, könnten sich Autofahrer die Parkplatzsuche dort ersparen, gleich auf den Johannisberg ausweichen.

Mehr Informationen unter www.mein-tierpark.de.

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