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Stadttheater Bielefeld: „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ ist ein Fest für die Schauspieler

Große Niederlagen und kleine Triumphe

Bielefeld

In dieser Schlacht gibt es nur Verlierer: Sie sind am Boden, all' ihrer Illusionen beraubt. Zwei Paare, die auf der Stadttheaterbühne ihre schmutzige Wäsche waschen und daraus ein Fest für die beteiligten Schauspieler machen - das ist die Inszenierung von  Edward Albees Ehekrieg „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Bei der Premiere bedankte sich das Publikum mit lang anhaltendem Applaus  und vereinzelten Bravo-Rufen.

Von Burgit Hörttrich

Der Alkohol fließt in Strömen, es wird  jede Menge schmutzige Wäsche gewaschen: Nach der Premiere  von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ im Stadttheater gab es begeisterten Applaus und Bravo-Rufe für die Darsteller Simon Heinle, Thomas Wehling, Christina Huckle und Carmen Witt (von links). Foto: Joseph Ruben

Es sind die 1960er Jahre, eine Zeit, in der Frauen aus gewissen Kreisen es nicht „nötig“ hatten, selbst Karriere zu machen. Dafür hatte man schließlich passend geheiratet. Martha (Christina Huckle), die Tochter des Hochschullehrer-Rektors, und Geschichts-Professor George (Thomas Wehling) sind jedenfalls seit Urzeiten ein Ehepaar.  Er hat ihre Erwartungen (und die des Herrn Schwiegerpapa) enttäuscht, leitet weder die Abteilung für Geschichte, noch ist er als Rektor in spe vorstellbar. Dass er ein Versager ist, lässt sie ihn immer wieder spüren.

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