1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Grüner Würfel: Neubeginn verschoben

  8. >

Kesselbrink: Konzept noch nicht beschlossen – Nürnberger: »Wir haben Zeit verloren«

Grüner Würfel: Neubeginn verschoben

Bielefeld (WB). Der Leerstand des »Grünen Würfels« auf dem Kesselbrink hält weiter an. Das Sozialdezernat hatte vorgeschlagen, mit einem Sofortprogramm für Jugendliche, Familien und Ratsuchende bereits ab 1. November provisorisch neu zu öffnen.

Burgit Hörttrich

Der Leerstand dauert weiter an. Beschlossen werden kann das Konzept für den »Grünen Würfel« auf dem Kesselbrink frühestens bei einer Sondersitzung Mitte November. Foto: Bernhard Pierel

Die CDU beantragte aber im Sozial- und Gesundheitsausschuss, dem ersten politischen Gremium, das dem Konzept zustimmen sollte, den Tagesordnungspunkt als erste Lesung zu behandeln. Man habe ob der Kurzfristigkeit noch Beratungsbedarf.

Somit kann die Zukunft des »Grünen Würfels« auch nicht im Jugendhilfeausschuss, im Finanz- und Personalausschuss und in der Bezirksvertretung Mitte behandelt werden. Man einigte sich aber auf eine Sondersitzung am 12. November von Sozial- und Gesundheitsausschuss und Jugendhilfeausschuss. Würde dann ein positiver Beschluss gefasst, könnte der »Würfel« seine Anlaufphase einläuten.

Vincenzo Copertino (CDU) betonte, dass auch ohne Beschlussfassung weiter an einem tragfähigen Konzept gearbeitet werden könne: »Es gibt keine Denk- und Arbeitsverbote.« Für seine Partei seien aber noch etliche Fragen unbeantwortet geblieben.

FDP stellt Antrag

Die FDP stellte zudem den Antrag, auch dem Ordnungsamt einen Raum im »Grünen Würfel« zur Verfügung zu stellen. Das würde einen zusätzlichen Beitrag sozialer Kontrolle bedeuten.

Sozialdezernent Ingo Nürnberger unterstreicht, dass es gutes Recht der Politik sei, eine erste Lesung zu beantragen: »Ja, wird haben damit Zeit verloren, aber ich möchte, dass die Zukunft des Würfels von möglichst allen mitgetragen wird.« Deshalb werde es zum Beispiel auch am 4. November eine Info-Veranstaltung für die Anwohner geben.

Kontrollen der Drogen- und Dealerszene durch die Polizei

Er habe den Eindruck, dass die Pläne für den »Grünen Würfel« positiv diskutiert worden seien. Geplant sei, ein soziales und kulturelles Angebot in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu solle es eine »kleine Gastronomie« geben, aber auch »konsumfreie Bereiche«. Zudem stellt Nürnberger sich Beratungsangebote etwa der ambulanten Suchthilfe Bethel oder anderer Trägern vor. Außerdem solle Raum bleiben für Lesungen, Performances, Musik, Theater. Das Personal (1,5 Stellen) komme von den »Falken«.

Damit seien während des Umbaus des Jugendzentrums Kamp keine Mehrkosten verbunden, weil in der Zwischenzeit nur ein reduziertes Angebot im Ersatzstandort an der Oelmühlenstraße gemacht werden könne. Im Mittelpunkt steht für Nürnberger soziale Kontrolle und Sicherheit auf dem Kesselbrink allein dadurch, dass der »Würfel« belebt und beleuchtet sei. Kontrollen der Drogen- und Dealerszene durch die Polizei sollten, so der Beigeordnete, auf alle Fälle fortgesetzt werden. Er glaube zudem an die Verträglichkeit der Nutzergruppen des »neuen« Würfels. Aus dem Provisorium soll bei Akzeptanz eine Dauereinrichtung werden.

Startseite