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„Frankenstein“-Ensemble sorgt am Theater Bielefeld auch im Stream für besondere Momente

Gruseln vor dem heimischen Bildschirm

Bielefeld

Ein Albtraum soll es gewesen sein, der Mary Shelley bekannt machte mit dem wohl populärsten Monster der Weltliteratur – dem Wesen, das Forscher Viktor Frankenstein, getrieben von glühendem Ehrgeiz, in seinem Labor zum Leben erweckte. Das Theater Bielefeld zeigt die Schauergeschichte mehr als sechs Monate nach der ursprünglich geplanten, analogen Premiere im Stream. 120 Tickets hat das Theater für den Premierenabend verkauft. Die tatsächlich Zahl der „Wohnzimmer-Zuschauer“ ist nicht nachvollziehbar.

Von Burgit Hörttrich

„Tafelrunde“ des „Frankenstein“-Ensembles: Brit Dehler, Janis Kuhnt und Leona Grundig (hinten, von links) spielen jeweils mehrere Rollen, Simon Heinle (vorne) ist Viktor Frankenstein, Schöpfer eines grotesken Monsters. Digital-Premiere war am Donnerstagabend. Foto: Philipp Ottendoerfer

Das bedeutet: Gruseln vor dem heimischen Bildschirm. Möglich? Durchaus, denn die Regisseure Hajo Tuschy und Jacob Suske haben aus der Mischung aus Briefroman und Ich-Erzählung, erstmals 1818 veröffentlicht, eine kompakte 90 Minuten-Inszenierung gemacht, die die Zuschauer in alle möglichen Ecken der Welt bis hin zur Arktis bringt. Anders als bei einem realen Theaterbesuch geben Kamera und Schnitt die Perspektive vor. Die gesamte Bühne ist selten zu sehen, dafür aber Mimik und Gestik des Schauspieler-Quartetts im Großformat.

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