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In Bielefeld ermittelt eine Mordkommission nach einem Kapitalverbrechen – Opfer (46) schwebte in Lebensgefahr

Gütersloher greift Ex-Partnerin mit Hammer an und will sie anzünden

Bielefeld (WB/hz)

In Bielefeld-Sennestadt hat ein 60-Jähriger aus Gütersloh versucht, seine Ex-Partnerin (46) umzubringen. Der Mann soll erst mit einem Hammer auf die Frau aus Bielefeld eingeschlagen und dann versucht haben, sich und die 46-Jährige mit einer brennbaren Flüssigkeit zu überschütten und anzuzünden, berichtete die Polizei.

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An der Fuggerstraße in Bielefeld-Sennestadt hat ein Mann (60) versucht, seine Ex-Partnerin (46) umzubringen. Foto: Christian Müller

Ein Zeuge vertrieb den 60-Jährigen, bevor es zu einem Feuer kam. Der Gütersloher wurde wenig später in Tatortnähe festgenommen. Das Opfer kam mit schweren Kopfverletzungen in eine Bielefelder Klinik und schwebte in Lebensgefahr. Eine Mordkommission der Bielefelder Polizei ermittelt.

„Nach den bisherigen Erkenntnissen stufen die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Polizei Bielefeld den Angriff eines 60-jährigen Güterslohers am Dienstag auf seine Ex-Partnerin als versuchtes Tötungsdelikt ein“, sagte Polizeisprecher Michael Kötter. Die 46-jährige Bielefelderin erlitt schwere Verletzungen, die zunächst als lebensbedrohlich bewertet wurden.

Kriminalhauptkommissarin Jutta Horstkötter übernahm mit Kripoermittlern der Mordkommission „Fugger“ am Dienstagabend die Tatortaufnahme auf einem Firmengelände im Industriegebiet an der Fuggerstraße. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand soll der 60-Jährige seine ehemalige Partnerin gegen 19.05 Uhr angriffen haben. Dabei soll er einen Hammer benutzt haben.

Die Frau erlitt schwere Verletzungen im Kopfbereich. Im Anschluss soll der Mann die 46-Jährige und sich selbst mit einer Flüssigkeit übergossen haben, die er versuchte zu entzünden. Dazu kam es nicht, weil ein Zeuge auftauchte und ihn von seinem Vorhaben abhielt. Der 60-Jährige flüchtete anschließend zu Fuß.

Während der laufenden Fahndung rund um den Tatort an der Fuggerstraße nahmen Streifenpolizisten den unverletzten 60-Jährigen im Bereich der angrenzenden Verler Straße fest. Die Ermittlungen der Mordkommission zu dem Tatablauf und einem möglichen Motiv dauern an. Am Mittwochmittag soll ein Richter des Amtsgerichts Bielefeld über die mögliche Untersuchungshaft des 60-Jährigen entscheiden. Dem Mann werde versuchter Mord vorgeworfen, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Christopher York auf Anfrage.

In OWL gibt es seit dem Nikolaustag eine ganze Reihe von Gewaltverbrechen. Allein in einer Woche mussten bei der Polizei Bielefeld und benachbarten Polizeibehörden vier Mordkommissionen gebildet werden.

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