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Gefangener soll in der JVA Bielefeld-Senne gegen Steuergesetz verstoßen haben

Häftling verkauft Tabak zu billig: Zoll ermittelt

Bielefeld (WB). Kein Witz: Ein Häftling, der im Bielefelder Gefängnis Tabak zu Vorzugspreisen an Mitgefangene verkauft hat, hat jetzt Stress mit dem Hauptzollamt. Das hat ein Bußgeldverfahren gegen ihn eingeleitet, weil für Tabak Festpreise gelten.

Christian Althoff

Zigarettentabak darf nur zu dem Preis verkauft werden, der auf der Steuerbanderole steht. Ein Häftling verlangte weniger – und hat jetzt Ärger mit dem Hauptzollamt. Foto: Oliver Schwabe

Der »Verein für Gefangenenseelsorge« betreibt seit Jahren in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne ein Knast-Café und einen Kiosk. Hier können Häftlinge Kaffee trinken und Dinge wie Süßigkeiten, Getränke, Zigaretten und Tabak kaufen. Mit der Organisation von Café und Kiosk hat die Justizvollzugsanstalt nichts zu tun. Den Dienst hinterm Tresen versehen meistens drei Häftlinge.

Vor Jahren hatte der damalige Vereinsgeschäftsführer 1500 Packungen Zigarettentabak für den Knast-Kiosk eingekauft – viel zu viel, wie sich herausstellte. Als der Verein vor einem halben Jahr eine neue Geschäftsführung bekam, wollte die den Tabakberg loswerden. Die Packungen sollten nicht mehr für 3,65 Euro, wie auf der Steuerbanderole aufgedruckt, sondern billiger verkauft werden. Zwei Sorten sollten für drei Euro angeboten werden, eine dritte Marke für zwei Euro.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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