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Dauerschäden wegen unterlassener Blasenentleerung bei Geburt?

Hebamme widerspricht Gynäkologen

Bielefeld

Dass Gerichte sich mit Geburtsschäden von Kindern befassen müssen, kommt immer wieder vor. Seltener sind Fälle, in denen eine Mutter Klage einreicht, weil sie annimmt, selbst bei der Geburt einen vermeidbaren Dauerschaden erlitten zu haben. Einen solchen Fall verhandelt das Landgericht Bielefeld seit geraumer Zeit, zuletzt in dieser Woche. Nun will die Kammer unter Vorsitz von Dr. Matthias Windmann am 5. Juli ihr Urteil sprechen.

Von Christian Althoff

Diese historische Geburtszange unterscheidet sich nicht wesentlich von heute benutzten Modellen. Mit der Zange wird der Kopf des Babys umfasst, das dann herausgezogen wird. Foto: Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Georg-August-Universität Göttingen, V. Schade, 2016

Klägerin ist eine Sprachwissenschaftlerin aus Bielefeld, die seit der Geburt ihres ersten Kindes harn- und stuhlinkontinent ist und deswegen eine Erwerbsminderungsrente bezieht. Für ihren Zustand macht sie den Gynäkologen verantwortlich, in dessen Privatklinik sie 2016 entbunden hatte. Der Arzt, der inzwischen im Ruhestand ist, weist die Vorwürfe zurück.

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