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Mitgliederschwund: Zentrale droht das Aus

Hebammen fordern städtische Hilfe

Bielefeld/Gütersloh (WB). Mit einem »Brandbrief« an die Parteien und städtischen Stellen in Bielefeld und Gütersloh will die Hebammenzen­trale Bielefeld-Gütersloh das Aus der Einrichtung abwenden und auf die »dramatische Situation der freiberuflichen Hebammen « hinweisen.

Symbolfoto Foto: dpa

Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1996 bearbeite der Verein jährlich etwa 1400 Anfragen. Zudem beteilige sich der Verein an verschiedenen Gremien in der Bielefelder Gesundheitslandschaft und entlaste die Haus- und Fachärzte, den ambulanten Notdienst sowie die Notaufnahmen und gynäkologischen Fachabteilungen der Krankenhäuser. Seit ihrer Gründung finanziert sich die Hebammenzentrale über die Mitgliedsbeiträge der mehr als 100 Hebammen.

Diese Eigenfinanzierung sei aber nur noch bis zum 20. Juni des Jahres sichergestellt. Hintergrund ist die rückläufige Zahl der freiberuflichen Hebammen durch die stark gestiegenen Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung, durch die sich für viele freiberufliche Hebammen eine berufliche Tätigkeit nicht mehr lohnt.

Auch in Bielefeld ist ihre Zahl rückläufig mit der Folge, dass »eine ausreichende Versorgung von Frauen und Familien mit Hebammenleistungen nicht mehr gesichert ist«, so der Vorstand der Hebammenzentrale. Durch diesen Mitgliederschwund lasse sich die Hebammenzentrale nicht mehr aufrecht erhalten.

Die Hebammen hoffen nun auf eine Hilfe der Städte Bielefeld und Gütersloh, »um der familienpolitischen Verantwortung gerecht zu werden« und »die erfolgreiche Tätigkeit der Hebammenzentrale auch für die Zukunft zu sichern«. In diesem Zusammenhang verweist der Vorstand des Vereins auf andere Städte in Deutschland, die sich bereits finanziell an der Hebammenarbeit beteiligen.

Dort stelle eine derartige finanzielle Beteiligung bereits »eine gelebte Notwendigkeit dar«, schreiben Friederike Schumann (Vorsitzende), Julia Buschmann (2. Vorsitzende), Ina Stender (Kassenwartin), Lisa Herrmann (Schriftführerin) und Jule Schuld (Beisitzerin).

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