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Bis Ende des Jahres soll ein schlüssiges Konzept vorliegen

Hebammenzentrale macht vorerst weiter

Bielefeld/Gütersloh (WB/HHS). Die Hebammenzentrale Bielefeld-Gütersloh wird ihre Arbeit zunächst fortsetzen. Das hat Bielefelds Dezernentin Anja Ritschel während der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses mitgeteilt.

Symbolfoto. Foto: dpa

Anfang Mai hatte sich der Verein in einem offenen Brief an die Stadt Bielefeld und den Kreis Gütersloh gewandt. Ihre Eigenfinanzierung, die über die Mitgliedsbeiträge der mehr als 100 Hebammen bestritten wird, sei nur noch bis zum 20. Juni sichergestellt. Wegen der stark gestiegenen Beiträge zur Berufshaftpflicht gebe es immer weniger freiberufliche Hebammen, weil sich die Tätigkeit finanziell nicht mehr lohne.

Nunmehr habe es einen »sehr offenen und konstruktiven Austausch« mit den Gesundheitsämtern gegeben, in dem deutlich wurde, dass es nicht nur einer neuen finanziellen, sondern auch einer strukturellen Basis bedürfe. »Die Zentrale muss möglichst viele Ressourcen bündeln. Die Hebammen müssen besser vernetzt werden«, sagte Anja Ritschel, die auch darauf hinwies, dass unter den 100 Mitgliedern etliche passive seien, nur noch etwa 50 Berufstätige dort organisiert seien.

Bereits Ideen entwickelt

Der Verein habe bereits einige Ideen entwickelt, die in den nächsten Wochen in einem Konzept zusammengefasst werden. Auch sollen die notwendigen Finanzmittel nochmals kritisch kalkuliert werden. Beide Gesundheitsämter hätten ihre Unterstützung angeboten und auch eine »gewisse finanzielle Beteiligung« in Aussicht gestellt. Dafür sei ein schlüssiges Konzept aber zwingend erforderlich. Ritschel: »Bis Ende des Jahres muss eine Lösung her.«

Eine unmittelbare Finanzierung kommt aus Anja Ritschels Sicht indes nicht in Frage. Sie teile durchaus die Meinung von Harald Buschmann (FDP), der die Eigenverantwortung der Zentrale als »nicht förderlich« bezeichnete. Er regte an, größere Träger anzusprechen, um die Zentrale eventuell unter einem ihrer Dächer zu organisieren.

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