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Beim Science-Festival geht es auch außerordentlich tierisch zu

Hier bellt und grunzt es

Bielefeld (WB). Der Hauptdarsteller trägt den seltenen Troll-Namen »Nispuk«, ist ein Zwergspaniel und Maskottchen der Fachhochschule der Diakonie. Außerdem hat Nispuk Tricks drauf, die ihn als Hund im sozialen Einsatz (über-)qualifizieren.

Burgit Hörttrich

Zwergspaniel Nispuk zeigt, wie er beim Wäscheabnehmen helfen kann. Prof. Dr. Hilke Bertelsmann von der Fachhochschule der Diakonie erklärt Kindern und Erwachsenen, was »tiergestützte Assistenz« ist, und Nispuk ist ihr williger Helfer. Foto: Thomas F. Starke

Nispuk ist im Geniale -Einsatz, wenn Verhaltensforscherin Prof. Dr. Hilke Bertelsmann in der Fachhochschule der Diakonie über »tiergestützte Assistenz« spricht. Emma (7), die selbst gern einen eigenen Hund hätte, lässt sich nicht lange bitten, als Hilke Bertelsmann sie dazu auffordert, ein Bein anzuwinkeln. Große Überraschung und Begeisterung, als Nispuk einfach durch diesen Winkel springt.

Assistenzhunde erleichtern Kontaktaufnahme

Die Wissenschaftlerin erklärt, welche Aufgaben Assistenzhunde haben (sie werden für einen Menschen trainiert, zum Beispiel als Blindenhund), welche Therapiehunde und welche Besuchshunde, die zum Beispiel auch bei Demenzkranken eingesetzt werden. Nispuk wartet ungeduldig auf seinen nächsten Einsatz: als »Haushaltshilfe«. Er nimmt Wäsche von der Leine und bringt sie Frauchen. Hunde, so Hilke Bertelsmann, erleichterten auch Menschen mit Einschränkungen die Kontaktaufnahme zu anderen und: »Mit Hund macht schlicht alles viel mehr Spaß.« Nispuk weiß, nach jeder Übung bekommt er sein Leckerli, und zwischendurch zieht er sich auf seine Decke zurück. Kinder und Erwachsene, die in kennengelernt haben, wollen eigentlich nur eins: Nis­puk mit nach Hause nehmen!

Affen beim Workshop kennenlernen

Auch im Naturkundemuseum Namu geht es tierisch zu: Andrea Mallwitz-Jander leitet den Workshop mit dem Titel »Orang Utan und Gorilla – Menschenaffen in Gefahr«. Die Teilnehmer sehen einen originalgetreuen Orang Utan und lernen, dass in dessen Heimat Borneo der Regenwald durch Palmöl-Plantagen immer kleiner wird. Der Lebensraum von Gorillas im Kongo schrumpfe, weil immer mehr Coltan für Handys abgebaut wird. Andrea Mallwitz-Jander wünscht sich, dass die Kinder in ihrem Workshop künftig darüber nachdenken, ob wirklich jedes Jahr ein neues Mobiltelefon erforderlich ist. Sie plant über die Geniale hinaus den Workshop weiter anzubieten: »Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema.«

Ganz schön menschlich

Wie »menschlich« Orang Utans sind, erzählt Mallwitz-Jander auch: »Sie behalten ihre Jungen sieben Jahre bei sich.« Und sie seien eher »ruhige Vertreter«: »Sie grunzen und klicken manchmal.«

Viel kleiner sind die Tiere, die im Bauernhausmuseum Thema sind: Bienen. Ohne sie gäbe es keine Erdbeeren, Kirschen oder Äpfel, erklärten Dieter Neborowsky und Albert Bauer. Die beiden Imkermeister betreuen die Völker im Museum (Workshop auch heute von 14 bis 17.30 Uhr).

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