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Umweltbetrieb will Naherholungsziel mit bester Aussicht aufhübschen

Hier soll alles schöner werden

Bielefeld  (WB). Die Promenade zwischen Sparrenburg und Brand’s Busch gehört zu den meist frequentierten Spazierwegen und Joggingstrecken in Bielefeld, ist Zieleinlauf der Hermannslauf-Route. Sie habe eine Aufwertung verdient, sagt der städtische Umweltbetrieb. Denn: Der rund 1500 Meter lange Weg auf dem Kamm des Teutoburger Waldes ist an vielen Stellen nur noch Flickwerk, zudem sei die Promenade unterschiedlich breit: nämlich zwischen drei und sieben Metern.

Burgit Hörttrich

Der Umweltbetrieb möchte die Promenade aufwerten. Im Mittelpunkt steht dabei der Weg, der unterschiedlich breit und in schlechtem Zustand ist. Fotos: Thomas F. Starke Foto:

Thomas Finke, Abteilungsleiter Grünunterhaltung im Umweltbetrieb, hält den Zeitpunkt für eine Sanierung der Promenade für ideal. Die insgesamt 89 Trauben-Eschen seien in zwei zeitlichen Abschnitten gepflanzt worden, die Sanierung der Promenade könne als dritter Bauabschnitt betrachtet werden.

Die Promenade wurde zwischen Furtwängler Straße und Burg von Häftlingen aus dem Gefängnis angelegt, als das die Sparrenburg zwischen 1743 und 1877 genutzt wurde. Die frühere Eschenallee wurde während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) gepflanzt.

Andenken an Eschen-Allee

Die Bäume, rund 250 Jahre alt, wurden im September 2018 gefällt, weil sie von dem Pilz Weißes Stängelbecherchen befallen waren und abzusterben drohten. Nach einem Aufruf der Bielefelder Bürgerstiftung fanden sich dann innerhalb kürzester Zeit Paten für die inzwischen neu Gesetzten Trauben-Eichen.

An der neuen Promenade soll es ein Andenken an die ehemalige Eschen-Allee geben: An drei Standorten sollen gefällte und bearbeitete Eschenstämme liegen.

Ideal sei der Zeitpunkt für eine Aufwertung auch, so Finke, weil die Stadtwerke 2020 planen, Leerrohre im Bereich der Promenade zu verlegen, Im Anschluss könnte eine einheitliche Wegbreite von 5,50 Meter geschaffen werden. Der Belag solle aus Asphalt und Epoxidharz bestehen, sagte Finke. Die Farbe: beige.

Bänke und Holzliegen

Da, wo der Blick auf die Stadt frei sei, könne man Sitzmöbel (Bänke, Holzliegen) aufstellen. Der Spielplatz, so ein weiterer Vorschlag, könnte durch Natursteinblöcke ergänzt werden, Sträucher würden entfernt. Auch der sogenannte Fitness-Point könnte durch Natursteine eingefasst werden. Zudem soll es mehr Licht auf der Promenade geben – insgesamt sollen 23 Leuchten (plus zehn) für bessere Ausleuchtung sorgen. Auch das Volumen der Müllbehälter soll von einem Fassungsvermögen von jetzt 45 auf 60 Liter gesteigert werden – mit neuen Behältern.

Die Pläne für die Aufwertung des Naherholungsziels Promenade sollen nach Möglichkeit im Februar 2020 von den zuständigen politischen Gremien abgesegnet werden. Die Politik muss auch die nötigen finanziellen Mittel frei geben. Thomas Finke geht von einem „mindestens sechsstelligen Betrag“ aus.

Veränderungen geben soll es auch bei der „Schönen Aussicht“. Im November kauften Franz Christoph Borchard („Lenkwerk“, BLB-Neubau am Kesselbrink, East­end-Tower) und Christoph Buse (Ankergärten) die Immobilie. Es sollen Wohnungen und eine „Wochenend-Gastronomie“ entstehen.

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