Den Beherbergungsbetrieben in Bielefeld fehlen vor allem die Geschäftsreisenden – Auslastung liegt bei höchstens 30 Prozent

Hoteliers wünschen sich jetzt „Normalität“

Bielefeld

Seitdem in Bielefeld die Corona-Inzidenz beständig unter 50 liegt, dürfen die Hotels in der Stadt ihre Zimmertüren endlich auch ihren privaten Gästen wieder öffnen. Was nach Neustart und Wiederbelebung klingt, hilft den heimischen Hoteliers aber nur wenig. Denn Bielefeld ist eher selten ein Ziel für Touristen, die über Nacht bleiben.

Von Peter Bollig

Aus Sicht von Ostwestfalens Dehoga-Präsident Andreas Büscher hat sich die Lage der Hotels noch lange nicht entspannt. Foto: Bernhard Pierel

„Wir sind hier ja businesslastig“, bringt Andreas Büscher, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Ostwestfalen, die Lage auf den Punkt. Als Betreiber des Hotels Büscher in Quelle weiß er auch aus eigener Anschauung: Es sind vor allem Geschäftsreisende, die in Bielefelder Hotels einchecken. Und das durften sie auch vor der Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 schon. Aber selbst in dieser Sparte läuft das Geschäft seit Monaten bescheiden. „Die Leute arbeiten vor allem im Homeoffice“, Unternehmen nutzten Videokonferenzen, statt ihre Mitarbeiter zum persönlichen Kontakt auf Tagungen zu schicken. Außerdem finden schon länger keine Messen mit leibhaftigen Besuchern mehr statt. „Vielleicht wieder im September. Mal sehen“, sagt Andreas Büscher.

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