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Amt verteidigt Messungen – Kritiker zweifeln an Standort und Verfahren

Jahnplatz-Gipfel endet ohne Annäherung

Bielefeld (WB). Ein Fachgespräch sollte es sein, zu dem die Bezirksregierung am Donnerstag eingeladen hatte. Eine Annäherung der Positionen zu den Stickstoffdioxidmessungen am Jahnplatz gab es nicht.

Michael Schläger

Der Messpunkt des Landesumweltamtes in Höhe des Hauses Herforder Straße 7 bleibt umstritten. Foto: Thomas F. Starke

»Das Messverfahren und der Messort entsprechen eindeutig den EU-Vorgaben«, sagte Angelika Notthoff, Abteilungsleiterin für Luftqualität beim Landesumweltamt (LANUV) im Anschluss. Daran haben Handelsverband, Handwerkskammer und auch einige der eingeladenen Politiker erhebliche Zweifel. Anders Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD): »In dem Fachgespräch wurde überzeugend dargestellt, dass die amtlichen Messungen des LANUV weder rechtlich noch fachlich zu beanstanden sind«, sagte Clausen. »Wir müssen im nächsten Schritt zeitnah wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Schadstoffbelastung dort deutlich zu reduzieren und den sonst mittelfristig drohenden Diesel-Fahrverboten vorzubeugen.«

Eine Plastikdose, die sich in drei Metern Höhe in einem Baum am Hauseingang Herforder Straße 7 befindet, erregt die Gemüter. Darin befinden sich zwei so genannte Passivsammler. An ihnen kann man erkennen, wie hoch die Stickstoffdioxidbelastung an dieser Stelle ist. Einmal im Monat werden die Röhrchen ausgetauscht, am Ende des Jahres ein Mittelwert errechnet. Und der lag 2016 bei 49 Mikrogramm je Kubikmeter Luft, neun Mikrogramm über dem Grenzwert. Ein neuer Luftreinhalteplan soll dafür sorgen, dass der Grenzwert eingehalten wird. Folge könnte das von Clausen befürchtete Diesel-Fahrverbot sein.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag, 1. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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