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Verband prognostiziert: Geschäftsbeziehungen kommen wegen des Ukraine-Krieges zum Erliegen – einige Hersteller liefern weiter

Kaum noch neue Mode für Russland

Köln/Bielefeld

„Die Geschäftsbeziehungen mit Russland kommen zum Erliegen.“ Das prognostiziert Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes German Fashion und Mitinhaber des Bielefelder Hemdenherstellers Seidensticker. Manche westliche Modehersteller wie auch Gerry Weber (Halle) oder Boss liefern und verkaufen ihre Ware noch nach Russland – andere wie H&M nicht mehr.

Von Paul Edgar Felsund Oliver Horst

Textilproduktion in Bangladesch gewinnt für deutsche Firmen wieder an Bedeutung. Foto: imago

Seidensticker begründet seine Einschätzung mit den Einschränkungen im internationalen Zahlungsverkehr und der Tatsache, dass eine Kreditversicherung für die Lieferungen nicht mehr möglich sein werde. Und Ware gegen Vorkasse würde wegen des Verfalls des Rubels ebenfalls nicht funktionieren. Zudem hätten sich die Transportkosten drastisch erhöht. Seidensticker: „Kostete ein Lkw nach Russland bisher 3000 Euro, so sind es jetzt rund 8000 Euro.“ Rein technisch würden die Exportmöglichkeiten nach Russland „rapide eingeschränkt“.

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