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FDP-Antrag zu mehr Trauterminen scheitert

Kein „Stau“ im Standesamt

Bielefeld WB

Jasmin Wahl-Schwentker vermutete wegen Corona einen „Heiratsstau“ in Bielefeld. Deshalb hatte ihre FDP-Fraktion im Hauptausschuss des Rates den Antrag gestellt, im Standesamt mehr Termine an Samstagen und Sonntagen anzubieten, die Gebühren in den städtischen Trauzimmern auf 100 Euro zu begrenzen und weitere attraktive Trauorte auszuweisen. Bielefeld Marketing solle bei der Organisation einer Hochzeitsmesse helfen.

Michael Schläger

Für Heiratswillige gibt es in Bielefeld derzeit keine Engpässe im Standesamt. Foto: dpa

Eine Mehrheit fand der Antrag am Ende nicht. Beigeordneter Dr. Udo Witthaus, zuständig für das Standesamt, fand keine Belege für eine Hochzeitsstau. An jedem ersten und dritten Samstag im Monat biete das Standesamt etwa Termine im Museum Huelsmann an. Ausgebucht seien sie bislang nicht. Er verwies auch auf den zusätzlichen Personalbedarf bei einem erweiterten Terminangebot. „Es muss immer auch Ersatz da sein, falls ein Standesbeamter ausfällt.“ Eine Hochzeitsmesse zu organisieren, sei nicht Kernaufgabe von Bielefeld Marketing, meinte Christina Osei (Grüne). Die Not bei den Trauterminen sei offenbar nicht so groß wie unterstellt, sagte Andreas Rüther (CDU) und empfahl, den Antrag zurückzuziehen. Jasmin Wahl-Schwentker sprach von einer verpassten Gelegenheit, in Corona-Zeiten mehr Bürgernähe zu zeigen.

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