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Antrag nicht stattgegeben

Kein Totalabschuss der Mufflonherde

Bielefeld

Nachdem der Totalabschuss der Mufflonherde im Teutoburger Wald in Bielefeld-Dornberg vom Jagdausübungsberechtigten der Klasingschen Stiftung beantragt worden war, hat die Stadt Bielefeld das Revier der Stiftung erneut auf Verbissschäden untersucht. Daraufhin wurde dem Antrag auf Abschuss aller Mufflons nun nicht stattgegeben. 

Seit den 1960er Jahren lebt  Muffelwild im Teutoburger Wald in Bielefeld. Foto: dpa

Insbesondere Fichten und Eschen seien in der Vergangenheit von den Mufflons beschädigt worden. Aktuell seien Fichten und Eschen jedoch dem Klimawandel, dem Borkenkäfer und dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen, heißt es von Seiten der Stadt. 

Angebot an die Stiftung

Das Revier der Stiftung unterscheide sich insoweit nicht von Waldbeständen, in denen das Muffelwild nicht unterwegs ist. Daher sei dem Antrag auf Abschuss aller Mufflons nicht stattgegeben worden. Stattdessen sei der Stiftung angeboten worden, im Rahmen eines weiteren Gutachtens die Schadenssituation zu betrachten und dann erneut über den Abschlussplan zu entscheiden.

Aus einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster im November 2019 war hervorgegangen, die Herde voraussichtlich abschießen zu müssen. Das Gericht hatte zudem entschieden, dass die Stadt Bielefeld verpflichtet war, über den Antrag auf Abschuss einer lebenden Muffelwildherde neu zu entscheiden. Das Muffelwild lebt seit den 1960er Jahren im Teutoburger Wald. 

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