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Präses Annette Kurschus nimmt Forderungen von Christians For Future für Klimagerechtigkeit auf

Kirche soll politischer werden

Bielefeld

Die Gruppe Christians For Future hat ihre Forderungen zum Klimaschutz an Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), übergeben. Das Gespräch im Bielefelder Landeskirchenamt war Teil einer bundesweiten Aktion, die sich an insgesamt 36 katholische (Erz-)Bistümer und evangelische Landeskirchen richtete.

Präses Annette Kurschus (2. von rechts) nimmt vor dem Landeskirchenamt in Bielefeld die Forderungen der Gruppe Christians For Future entgegen Foto: EKvW

Die Bielefelder Christians For Future-Gruppe, die von Mitgliedern von Parents For Future und der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Bielefeld unterstützt wurde, begrüßen die Texte und Initiativen der Kirchen für Klimagerechtigkeit. „Wir wollen unterstützen und ermutigen, dass die Umsetzung noch schneller passiert. Der Einsatz für die Armen und Schwachen muss außerdem mehr in die Liturgie und die Gemeinden getragen werden“, sagte Margret Oetjen. Phyllis Bollgönn ergänzte: „Wir möchten, dass die Kirche politischer wird und dem Staat auf die Füße tritt.“ Christians For Future ruft die Gemeinden zudem auf, am Klimaaktionstag am 24. September teilzunehmen.

Ziel: Landeskirchenamt bis 2030 klimaneutral

„Die Klimafrage muss zutiefst unser aller Anliegen sein. Sie gehört in die Mitte unserer Gesellschaft, unserer Kirche und unserer Gottesdienste“, sagte Präses Kurschus. Sie knüpfte an ihr Klimaversprechen bei der Landessynode 2019 an, das nach wie vor gelte: „Gemeinsam werden wir sämtliche Bereiche unseres kirchlichen Lebens konsequent in den Blick nehmen. Das wird Veränderungen erfordern, die sich bis in die kleinsten Abläufe unseres Alltags bemerkbar machen.“ Das Landeskirchenamt als Institution soll bis 2030 klimaneutral werden.

Als Teil der Fridays-For-Future-Bewegung engagieren sich Christians For Future für Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Sie haben ihre Forderungen an vielen Orten und ökumenisch gestellt, um gemeinsame Kraft zu entfalten. „Die Bewahrung der Schöpfung ist schon lange ein Thema, das unbedingt mehr Verbindlichkeit und klare Konkretionen bekommen muss“, sagte die Präses, die den Dialog fortsetzen wird. Die Klimaschutzexpertinnen und -experten aus dem Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW sind ebenfalls mit Christians For Future im Austausch.

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