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Verdi und GEW planen Autokorso am Mittwoch

Kitas, VHS und Stadtwerke werden bestreikt

Bielefeld (WB/mdel). Die Gewerkschaften Verdi und GEW haben die Beschäftigten der städtischen Kitas in Bielefeld und der Volkshochschule (VHS) für Mittwoch, 14. Oktober, zum Warnstreik aufgerufen. Eltern von kleineren Kindern werden sich nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten umsehen müssen.

In Bielefeld werden am Mittwoch die städtischen Kitas bestreikt. Foto: dpa

Die GEW fordert 4,8 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten in den Kitas und der VHS. Die Mitglieder wollen sich einem Autokorso anschließen, den die Schwestergewerkschaft Verdi plant und der in Bielefeld starten soll.

Bernd Bretthauer Aue vom Arbeitskreis Tarif der GEW versteht nach eigenen Angaben irritierte Eltern, die ihren Kita-Alltag gerade wieder gewinnen. „Darum haben wir den Arbeitgebern eine Verschiebung der Tarifverhandlungen auf das kommende Frühjahr vorgeschlagen. Die Reaktion war ein allgemeines Desinteresse. Pit Clausen als Vorsitzender des Städtetags kann jetzt in den Tarifverhandlungen zeigen, wie sehr ihm die Motivation seiner Beschäftigten wirklich am Herzen liegt.“

42 städtische Kitas

Die Erzieherinnen und Erzieher seien noch im Frühjahr „Corona-Helden“ gewesen. In den laufenden Verhandlungen erlebten sie einen ganz anderen Arbeitgeber. In den aktuellen Tarifverhandlungen hätten die Städte und Gemeinden auch nach der zweiten Verhandlungsrunde noch nicht einmal ein Verhandlungsangebot vorgelegt. „Sie hoffen wohl, dass die Einsatzbereitschaft der Beschäftigten vor der Veröffentlichung eines Angebots weniger leidenschaftlich ist, als nach dessen Bekanntwerden“, so die GEW.

Von der Stadt liegen noch keine Angaben vor, wie auf den Warnstreik-Aufruf reagiert wird und ob Notfallgruppen eingerichtet werden. In Bielefeld gibt es 42 städtische Kitas.

1500 Mitarbeiter zum Streik aufgerufen

Bei den Stadtwerken Bielefeld, SWB Netz, BITel und BBF sind rund 1500 Mitarbeiter von der Gewerkschaft Verdi zum Streik aufgerufen worden. „Rund 150 Personen werden sich im Notdienst befinden, um zum Beispiel die öffentliche Daseinsvorsorge aufrechtzuerhalten“, teilt Stadtwerke-Sprecherin Yvonne Liebold mit. Zweck des Notdienstes sei unter anderem die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Diensten und die Abwehr und Verhinderung von Schadensereignissen.

Die Fahrgäste von Mobiel können aufatmen – Busse und Stadtbahnen fahren, da Mobiel diesmal nicht bestreikt wird.

Stadtwerke Bielefeld

Die Mitarbeiter der Stadtwerke beteiligen sich am Mittwoch, 14. Oktober, in der Zeit von 0 bis 24 Uhr am Warnstreik. Das Kundenzentrum Historische Turbinenhalle bleibt geschlossen. Hier können Stadtwerke-Kunden normalerweise ihre Rechnung begleichen, ihre Zählerstände persönlich abgeben, sich ihre Rechnung erläutern lassen, ihre Bankverbindung ändern oder nach dem Umzug eine neue Anschrift mitteilen. Die Stadtwerke-Hotline ist am Streiktag ebenfalls nicht besetzt. Das Service-Center Mobiel im Jahnplatz bleibt geöffnet.

BITel

Die BITel-Störungsstelle ist am Mittwoch, 14. Oktober, eingeschränkt besetzt. Kunden können ihre Störungsmeldungen absetzen, müssen aber eventuell mit etwas längeren Wartezeiten rechnen. Der Technikerservice wird an diesem Tag ebenfalls eingeschränkt sein.

Jahnplatz Nr. 5

Das Kundenzentrum der Stadtwerke Bielefeld Gruppe Jahn-platz Nr. 5 wird am 14. Oktober nicht öffnen. Normalerweise beraten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dort Kunden umfassend zu allen Produkten von Mobiel, BITel, BBF und den Stadtwerken Bielefeld.

BBF

Alle Einrichtungen der BBF bleiben am 14. Oktober geschlossen. Betroffen sind das Ishara Familienbad und die Saunawelt, das Familienbad und die Sauna Heepen, das Sportbad und die Sauna Aquawede, das Sennestadt-Bad und die Oetker-Eisbahn.

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