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Neuinszenierung der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ am Theater Bielefeld freundlich aufgenommen

Klingende Seelenräume

Bielefeld

An Mozart-Enthusiasten besteht in der Neuinszenierung der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ am Theater Bielefeld nun wahrlich kein Mangel. An erster Stelle sind hier die Bielefelder Philharmoniker zu benennen, die unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic mit einer aufregenden und gleichermaßen feinnervigen, klingende Seelenräume eröffnenden Klang-Rhetorik aufzuwarten wussten.

Von Uta Jostwerner

Rache statt Vergebung treibt am Ende Bassa Selim (Nikolaj Alexander Brucker) Foto: Sarah Jonek

Unter dem flotten, gleichwohl dynamisch und agogisch ausgeklügelten Dirigat Kalajdzic‘ hatte das Orchester so viel mehr zu sagen, als die Oberfläche des türkischen Kolorits vermuten lässt: Da offenbarten sich Freund und Wonne, Sehnsucht, Wut und Schmerz in einer munter plappernden Klangrede, die bisweilen an das Affektenspiel der barocken Oper erinnerte. Durchpulste, atmende Klangsinnlichkeit an allen Pulten, die das Premierenpublikum im Stadttheater dann auch zu Recht mit dem größten Applaus bedachte.

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