1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Kritik an leeren „Geisterzügen“

  8. >

Trotz Ausgangssperre: Bielefelder Verkehrsbetriebe halten am vollen Fahrplan fest

Kritik an leeren „Geisterzügen“

Bielefeld (WB/hz)

Die Nachricht, dass die Bielefelder Verkehrsbetriebe Mobiel trotz der Ausgangssperre von 22 Uhr an menschenleere Stadtbahnen und Busse gemäß dem Regelfahrplan bis nach Mitternacht durchfahren lassen, ist am Montag bei Lesern auf heftige Kritik gestoßen.

wn

In den Bielefelder Stadtbahnen sitzen wegen der Ausgangssperre nach 22 Uhr die Fahrer meist alleine. Foto: Thomas F. Starke

Mobiel wurde vorgeworfen, mit „Geisterbahnen“ und -Bussen unnötig CO2-Ausstoß zu produzieren, mithin umweltfeindlich und zudem unwirtschaftlich zu sein. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) müsse mangels Nachfrage wegen der Ausgangssperre früher eingestellt oder der Fahrplan ausgedünnt werden, so die Forderung an Mobiel.

Mobiel-Sprecher Hans-Heinrich Sellmann bekräftigte, dass die Verkehrsbetriebe trotzdem am kompletten Fahrplan festhalten. “Trotz der in Bielefeld geltenden Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr nimmt Mobiel keine Änderungen an den Fahrplänen vor. Damit wollen die Verkehrsbetriebe sicherstellen, dass alle Berufstätigen weiterhin die Möglichkeit haben, mit dem ÖPNV zur Arbeit und wieder zurück zu fahren. Mit dem Verzicht auf eine Fahrplanänderung können sich die Fahrgäste stets darauf verlassen, dass Mobiel während der Pandemie alle zur Verfügung stehenden Busse und Stadtbahnen im Einsatz hat“, sagte Sellmann.

Zudem konkretisieren die Verkehrsbetriebe nochmals die neue Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und an Haltestellen. Neben FFP2-Masken seien vergleichbare Standards wie Masken mit der Schutzwirkung KN95 und N95 zulässig. Die bis Ende vergangener Woche erlaubten OP-Masken, so genannte Community-Masken oder andere Mund-Nase-Bedeckungen dürfen demnach im ÖPNV nicht mehr aufgesetzt werden.

Startseite
ANZEIGE