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Förderkreis Kunsthalle reagiert auf zahlreiche Vorfälle, Lärm, Müll und Vandalismus

„Kunsthallenpark „ein Brennpunkt“ Bielefelds“

Bielefeld (WB). „Mit großem Bestürzen und Traurigkeit verfolgen wir seit einigen Monaten, dass sich der Skulpturenpark zunehmend zu einem neuen Brennpunkt Bielefelds entwickelt.“ Mit dieser Aussage wendet sich der Förderkreis Kunsthalle Bielefeld an die Öffentlichkeit.

Der Kunsthallenpark ist beliebter Treffpunkt. Der Förderkreis Kunsthalle nennt ihn „Brennpunkt“. Foto: Heinz Stelte

Der Förderkreis Kunsthalle Bielefeld ist in Sorge. Zuletzt hat es immer wieder Randalierer gegeben, die dort auffällig wurden. Auch der Müll im Kunsthallenpark wird immer mehr zu einem Problem. Anlieger haben sich zudem über Lärm und auch Krawall beschwert. Zuletzt hat es immer wieder Polizeieinsätze im Skulpturenpark gegeben.

Der Förderkreis Kunsthalle hat festgestellt, dass Menschen Angst hätten, den Park bei Eintritt der Dunkelheit zu betreten. Auch der zunehmende Vandalismus an den Skulpturen sei inakzeptabel. Er richte sich nicht nur gegen die Kunst, sondern auch gegen das Engagement vieler Menschen und erfordere das ständige finanzielle Eingreifen der Kunsthalle Bielefeld gGmbH für Restaurierungsarbeiten.

Bereits seit 1982 setzt sich der Förderkreis der Kunsthalle dafür ein, den Ausbau der Sammlung sowie den Austausch über Kunst und Kultur in der Kunsthalle finanziell und ideell zu unterstützen, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme. Zahlreiche Werke wären einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, nicht nur in, sondern auch außerhalb der Räumlichkeiten der Kunsthalle.

Die Skulpturen bedeutender Künstler/innen im Kunsthallenpark sollen für unterschiedliche Menschen besuchbar sein, heißt es in den Schreiben, damit jeder, ob Kunstlaie oder Kenner, sich an ihnen erfreuen und im öffentlichen Raum mit Kunst in Berührung treten kann.

Viele dieser Werke, wie auch der vor dem Museum platzierte „Bus Shelter“ von Dennis Adams, seien mit Unterstützung des Förderkreises und privater Spender angekauft worden. Der Ausbau des Skulpturenparks sei erst durch eine großzügige Spende einer Bielefelderin möglich geworden.

Der Appell richtet sich, so heißt es, vor allem an Menschen, die verständlicherweise in Zeiten mangelnder Freizeitangebote den städtischen Raum für sich entdecken.

„Wir freuen uns, dass der Skulpturenpark als öffentlicher Ort insbesondere an den Wochenenden zum beliebten Treffpunkt wird. Aber sein Erhalt liegt in unser aller Hand. In Zeiten von ‘Fridays for Future’ wünschen wir uns mehr Nachhaltigkeit und Engagement. Wir werden in Zukunft mit neuen Angeboten der Jungen Freunde der Kunsthalle Bielefeld auf junge Menschen zukommen. Auch das Café der Kunsthalle wird bald neu eröffnen. Der Wachschutz im Skulpturenpark wurde an den Wochenenden verstärkt.“

Ähnlich wie im Ravensberger Park gäbe es andernfalls nur eine Konsequenz: Den Kunsthallenpark mittels Kameraüberwachung wieder zu einem sicheren Ort zu machen, in dem sich Bürger/innen gleichermaßen wöhlfühlen. Dies sei offensichtlich der einzige Weg, von weiteren Maßnahmen abzusehen, wie der nächtlichen Schließung des Skulpturenparks, die bereits viele weitere Museen praktizieren. Vorsitzender des Förderkreis Kunsthalle ist Dr. Rolf Heddrich.

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