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„Black Friday“ löst Massenansturm aus – Bielefelder Krisenstabsleiter bittet Radio um Hilfe

Kurz vor dem Kontrollverlust

Bielefeld

Ausnahmezustand in der Bielefelder Innenstadt: Am so genannten „Black Friday“ strömten so viele Schnäppchenjäger in die City, dass Polizei und Ordnungsamt Müh und Not hatten, mit Blick auf die Corona-Regeln die Kontrolle nicht zu verlieren.

Michael Delker

Mit Megafonen wiesen Ordnungsamtsmitarbeiter die Schnäppchenjäger darauf hin, dass die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind. Foto: Michael Delker

Als es zum Abend hin immer voller wurde, griff Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger zum Telefonhörer. Via Radio Bielefeld bat er die Menschen, nicht mehr in die Innenstadt zu kommen und zu Hause zu bleiben. „Kurzfristig wurde auch entschieden, die Zahl der Ordnungskräfte in der Innenstadt noch einmal zu erhöhen“, sagte Daniel Steinmeier vom städtischen Presseamt dem WESTFALEN-BLATT.

Das Epizentrum der Schnäppchenjagd war die Bahnhofstraße. Vor dem Einkaufszentrum Loom, Saturn oder dem Bekleidungsgeschäft New Yorker bildeten sich vom frühen Nachmittag an lange Warteschlangen. Als ob es die Coronapandemie nie gegeben hätte, standen die Leute stellenweise dicht an dicht beieinander, weshalb sie von den städtischen Mitarbeitern und der Polizei zur Ordnung gerufen wurden.

Mit Megafonen wiesen sie darauf hin, dass die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind. „Wir haben aber niemanden aufgefordert, die Innenstadt zu verlassen“, sagte ein Ordnungsamtsmitarbeiter dieser Zeitung.

Für die Geschäftsinhaber hingegen dürfte der Ansturm zur rechten Zeit gekommen sein. Nachdem die Einkaufssonntage im Advent gerichtlich untersagt wurden, war der „Black Friday“ wirtschaftlich ein erster Lichtblick im anstehenden Weihnachtsgeschäft.

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