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Aktion in Bielefeld: Amelie (2) ist an Leukämie erkrankt und braucht dringend eine Stammzellen- oder Knochenmarkspende

Lebensretter gesucht

Bielefeld

Amelie ist ein fröhliches, aufgewecktes Kind. Doch mit ihren gerade erst zwei Jahren kämpft sie schon um ihr Leben. Am 20. Januar wurde bei dem Mädchen Leukämie diagnostiziert. Doch obwohl sofort mit einer Chemotherapie begonnen wurde, braucht Amelie einen passenden Spender für eine Stammzellentransplantation oder eine Knochenmarkspende.

Von Hendrik Uffmann

Monika und Burkhard Heckmann haben in Heepen wie hier bei der Bäckerei von Marcus Wulfhorst Plakate aufgehängt, die zur Typisierung aufrufen. Foto: Hendrik Uffmann

Um die Suche nach einem solchen Spender zu unterstützen, haben Amelies Großeltern Monika und Burkhard Heckmann aus Heepen einen Aufruf gestartet: In den sozialen Netzwerken, aber auch auf 200 Plakaten, die sie in Heepen, in Bielefeld und auch in der Umgebung in Geschäften aufgehängt haben, bitten sie darum, dass sich möglichst viele Menschen bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS typisieren lassen. „Jeder Spender könnte ein Lebensretter für die kleine Amelie sein“, schreiben sie auf dem Plakat.

Die Diagnose im Januar ist für Monika und Burkhard Heckmanns Sohn Timo und dessen Frau Claudia, die in Baden-Württemberg leben, aus heiterem Himmel gekommen, erzählt der Großvater. „Die Kleine fühlte sich nicht wohl, so dass die Eltern mit ihr in die Klinik gefahren sind. Aber damit hatten sie nicht gerechnet“, sagt der 72-Jährige.

Seit der Diagnose hat Amelie zwei Drittel der Zeit in einer Klinik verbracht und schon mehrere Chemotherapien absolviert. Hinzu kommen auch Komplikationen. Denn ein Katheter, über den die Zweijährige die Medikamente erhält und über den auch Blut abgenommen werden kann, musste mehrfach neu verlegt werden, weil er verrutscht war. „Doch wenn die Blutwerte stimmen und sie sich wohlfühlt, ist sie ein wirklich fröhliches Kind“, sagt Monika Heckmann.

Bei der Art von Leukämie, an der Amelie erkrankt ist, handelt es sich um eine Hochrisikovariante, erklärt die Großmutter. „Die Chemotherapie reicht allein nicht aus, um die Krebszellen zu besiegen. Sie braucht eine Knochenmarkspende oder eine Stammzellentransplantation.“

Wenn ihre Blutwerte gut sind, ist die kleine Amelie ein fröhliches Kind. Foto: Privat

Dazu müssen die Krebszellen auf Null gedrückt und auch das gesamte Immunsystem heruntergefahren werden. Bis Juli muss dann ein Spender gefunden werden für die zusätzliche Therapie. Monika Heckmann: „Es geht um Leben oder Tod.“

Deshalb haben sie und ihr Mann in den Heeper Geschäften darum gebeten, die Plakate aufhängen zu dürfen, auf denen sie für die Typisierung werben. „Wir sind sehr dankbar, dass alle Inhaber sofort zugesagt haben“, sagt Monika Heckmann.

Auch Marcus Wulfhorst hat sich ohne zu Zögern bereit erklärt, in all seinen Bäckereifilialen den Aufruf gut sichtbar anzubringen. „Wenn wir helfen können, dann machen wird das gerne.“

Gesucht werden Menschen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren, die zu einer Knochenmarkspende oder Stammzellentransplantation bereit sind. Kostenlos für eine Typisierung anmelden können sie sich unter www.dkms.de/registrieren.

Und nicht nur die kleine Amelie kann durch die Typisierungsaktion gerettet werden, sagen Monika und Burkhard Heckmann. „Jede Typisierung hilft, weil es vielleicht irgendwo noch einen anderen kranken Menschen gibt, für den so ein Spender gefunden wird.“

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