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FDP-Chef Christian Lindner appelliert in Bielefeld an Studenten

Lindner: »Moralische Wahlpflicht«

Bielefeld (WB/as). Vor mehr als 600 Besuchern in der Universität Bielefeld hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ein Plädoyer für die Werte der Vernunft gehalten.

Engagierter Vortrag: Christian Lindner in der Uni Bielefeld. Foto: Bernhard Pierel

»Eine Verrohung und Verprollung wie in den USA, das müssen wir bei uns verhindern. Wir haben Grund zu Stolz auf die demokratische Kultur in Deutschland«, sagte Lindner, der auf Einladung der Liberalen Hochschulgruppe zu Gast war, unter großem Beifall.

Natürlich zielte der FDP-Chef in erster Linie auf den neuen US-Präsidenten. »Donald Trump, das ist nicht mehr Marktwirtschaft und nicht mehr Rechtsstaat«, erklärte Lindner und äußerte seine Sorge darüber, dass Trump die »Religion wieder zu einer Kategorie der Politik« mache. »Unsere Verfassung ist nicht getauft. Unsere Leitkultur ist das liberale Grundgesetz, alles andere ist Privatsache«, sagte Lindner.

Eine Absage erteilte er der Idee von einem Europa der Vaterländer, wie es die Rechtspopulisten propagieren: »Das ist der Slogan der AfD, von Marine Le Pen und Geert Wilders. Das führt zu neuer Rivalität, das Europa der Vaterländer hatten wir von 1900 bis 1945. Seitdem werden Konflikte in Europa im Sitzungszimmer ausgetragen und nicht auf dem Schlachtfeld.«

Beim Thema Europa musste Lindner auch etwas zu Martin Schulz, dem ehemaligen Präsidenten des Europaparlaments und SPD-Kanzlerkandidaten sagen: »Schulz will ein vereinheitlichtes Europa, ich will ein vereintes Europa.«

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