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Zwei schwere Unfälle mit Bielefelder Beteiligung auf der A7 mit mehr als 330.000 Euro Schaden

Lkw gerät in Brand – Fahrer verletzt

Bielefeld/Niederaula

Ein Lkw-Fahrer (61) aus Bielefeld hat sich auf der Autobahn 7 quasi in letzter Minute aus seinem Fahrzeug gerettet, bevor es in Flammen aufging. Anschließend kam es zu einem schweren Unfall. Der Schaden ist sechsstellig, sagt die Polizei.

Symbolbild Foto: Michael Baar

Ein Leichtverletzter und um die 100.000 Euro Sachschaden lautet die Bilanz eines Lkw-Brands am späten Montagabend auf der A 7 bei Niederaula. Ein 61-jähriger Bielefelder war gegen 22.50 Uhr mit seinem mit Stückgut beladenen Lastzug zwischen der Anschlussstelle Niederaula und der Raststätte Großenmoor in südlicher Richtung unterwegs, als er wegen einer technischen Störung auf dem Standstreifen anhalten musste.

„Dabei stellte der Fahrer fest, dass Öl aus dem Motorraum über die Fahrbahn lief, welches sich plötzlich entzündete und zu einem Brand des Führerhauses entwickelte. Der 61-jährige unternahm noch einen Löschversuch, konnte aber den Vollbrand seiner Zugmaschine nicht mehr verhindern“, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen.

Der Bielefelder wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren Niederaula und Kirchheim konnten den Brand mit 30 Einsatzkräften erfolgreich bekämpfen und die ausgelaufenen Betriebsstoffe binden. Die A 7 musste von der Autobahnmeisterei Fulda wegen der Löscharbeiten bis gegen 1 Uhr voll gesperrt werden.

Im knapp vier Kilometer langen Stau hinter der Einsatzstelle rund um den brennenden Lkw kam es gegen 23.40 Uhr zu einem weiteren schweren Unfall, berichtete der Polizeisprecher. Ein Mensch wurde leicht verletzt, der geschätzte Schaden beträgt 234.000 Euro.

Ein 46-jähriger aus Bielefeld und ein 61-jähriger aus Vechta standen bereits mit ihren Lastzügen am Stauende auf dem rechten Fahrstreifen, als ein dahinter fahrender 43-jähriger Lkw-Fahrer aus Heimbuchenthal mit seinem Lastzug auf das Gespann des Bielefelders auffuhr und dieses gegen den Lkw aus Vechta schob. Anschließend kippte der Lastzug des Auffahrenden mit der rechten Fahrzeugseite gegen die Böschung und blieb dort liegen.

Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Wegen umfangreicher Bergungsarbeiten musste die A 7 ab Hattenbacher Dreieck bis zum Dienstagvormittag in südlicher Fahrtrichtung voll gesperrt werden.

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