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Radweg zwischen Friedrichsdorf und Senne ist fertig

Lückenschluss nach 30 Jahren

Bielefeld (WB). Wer über Senne von Gütersloh nach Bielefeld – oder umgekehrt – auf sicheren Wegen radeln möchte, hat nun freie Fahrt: Ein 1,5 Kilometer langes neues Teilstück hat jetzt die letzte Lücke im Radwegenetz auf dieser Strecke geschlossen.

Peter Bollig

Güterslohs Stadtbaurätin Nina Herrling und Bezirksbürgermeister Gerhard Haupt (vorne) haben symbolisch den neuen Rad-/Gehweg zwischen Friedrichsdorf und Senne freigegeben. Beim Festakt dabei waren (hinten, von links) die Bezirksvertreter Gisela Foerdermann, Hans Herbert Wüllner und Ilona Neumann, Wolfram Parthe von Straßenbau NRW, Frank Homann (Amt für Verkehr), die Bezirksvertreter Wolfgang Heinrich und Christian Varchmin, Bezirksamtsleiter Eberhard Grabe sowie Hartmut Hoffmann (Bezirksvertretung). Foto: Peter Bollig

Mit einem kurzen Scherenschnitt haben Sennes Bezirksbürgermeister Gerhard Haupt und die Gütersloher Stadtbaurätin Nina Herrling an der Friedrichsdorfer Straße das Band durchtrennt und symbolisch den neuen Rad-/Gehweg freigegeben, auf den vor allem die Senner seit rund 30 Jahren warten. Sieben Monate hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW an dem Teilstück der Friedrichsdorfer Straße in Windflöte zwischen der Straße Niederheide und der Ortsgrenze zu Friedrichsdorf gebaut. Die Planungen dazu reichen indes zurück bis in die 80er Jahre. Immer wieder haben die Senner Bezirksvertreter die Strecke auf die Prioritätenliste für den Radwegebau gesetzt.

Acht Eigentümer verkaufen Teile ihrer Grundstücke

Gescheitert sei das Vorhaben immer wieder an den fehlenden finanziellen Mitteln oder aber, wenn Mittel da waren, an der Bereitschaft der Anlieger, Flächen für den Wegebau zur Verfügung zu stellen, sagte Gerhard Haupt. Wolfram Parthe, bei Straßenbau NRW zuständig für den Grunderwerb, nutzte bei der Eröffnung denn auch die Gelegenheit, den acht betroffenen Grundstückseigentümern Danke zu sagen, dass sie in den Verhandlungen letztlich doch zugestimmt haben, teilweise etwa zehn Meter breite Randstreifen zu verkaufen. Zusätzlich zum 2,25 Meter breiten Rad-/Gehweg benötigten die Planer Platz für die Bankette und für den Straßengraben, der verlegt und nach Vorgaben des Landes so gebaut werden musste, dass sich das Wasser als Bachlauf frei bewegen kann.

930 000 Euro hat der Wegebau laut Landesbetrieb gekostet, einschließlich der Kosten für den Grunderwerb. Bei dieser Gelegenheit hat Straßenbau NRW die Fahrbahndecke der Friedrichsdorfer Straße gleich mit erneuert. Autofahrern bescherte das mitunter Behinderungen und Umleitungen; immerhin, sagte Gerhard Haupt, seien die Straßenbauer mit Teilsperrungen zurechtgekommen.

Wichtige Verbindung im Nahbereich

Auch wenn nun ein Lückenschluss im großräumigen Radwegenetz gelungen sei, betonte Stadtbaurätin Nina Herrling die Bedeutung insbesondere für den Nahbereich, weil Radler vor allem Strecken bis zu fünf Kilometer zurücklegen. So ist gerade für die Bewohner Windflötes die Anbindung an Friedrichsdorf wichtig, wie Gerhard Haupt sagte. Etwa weil viele Windflöter ihre Angehörigen auf dem Friedhof in Friedrichsdorf bestattet haben.

Der Bezirksbürgermeister verwies auf den aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP auf Landesebene, der die Radwege als Teil einer intelligenten Verkehrsplanung und praktizierten Umweltschutz fördern will – ganz in der Tradition der Vorgängerregierungen. Haupt: »Das haben wir hier jetzt schon praktiziert.« Damit sind allerdings noch nicht alle Wünsche der Senner Bezirkspolitiker in puncto Wegebau erfüllt. So steht ein Radweg auf der Lämershagener Straße im Bereich Senne und Sennestadt auf der Wunschliste, ebenso an der Osningstraße.

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