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Für zehn Millionen Euro soll das Gebäude von 2019 bis 2022 saniert werden

LWL investiert in die Albatrosschule

Bielefeld (WB). Von 2019 an soll die Albatrosschule in Senne umfassend saniert werden. Etwa zehn Millionen Euro will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Träger der Förderschule investieren.

Peter Bollig

Fassade und Dach des Hauses gelten als abgängig. Zudem sollen die Räume der Albatrosschule neu strukturiert werden. Foto: Peter Bollig

Am kommenden Dienstag, 26. Juni, will der Schulausschuss des LWL in Dortmund über die Investition entscheiden, am 13. Juli gibt der Landschaftsausschuss abschließend sein Votum ab. Insgesamt 9,7 Millionen Euro sollen demnach bis zur geplanten Fertigstellung 2022 verbaut werden, davon sind Mittel aus dem Förderprogramm »Gute Schule 2020« in Höhe von 6,6 Millionen Euro eingeplant.

Bereits 2014 war die Albatros­schule in einem Konzeptbeschluss auf eine Liste mit LWL-Schulen gesetzt worden, die mittelfristig saniert werden sollten. Durch das Förderprogramm »Gute Schule 2020« wird dieses Vorhaben jetzt konkretisiert.

Mehr Schüler mit Schwerstbehinderung

Dass das Gebäude am Westkampweg überarbeitet werden soll, ergibt sich laut Landschaftsverband unter anderem aus den Anforderungen an Technik und Bausubstanz. Zum anderen habe sich die Schülerschaft im Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung verändert: Mehr Schüler mit Schwerstbehinderung, mit einem immer größeren Bedarf an Rollstuhlversorgung, zusätzlichen psychischen Behinderungen und Autismus-Spektrum-Störungen machen es aus Sicht des LWL notwendig, das Raumkonzept anzupassen.

Im Fokus der Planungen steht das Hauptgebäude aus den 1970er Jahren mit entsprechend alten Fenstern, einer maroden Fassade und einem abgängigen Dach. Nicht betroffen sei die Sporthalle sowie die 2008 errichtete Erweiterung, in der auch die Pausenhalle untergebracht ist. Der derzeit nicht genutzte Pavillon soll noch verwendet werden, um während der Bauphase den Unterricht dorthin auszulagern. Danach soll er abgerissen werden.

Neustrukturierung der Räume

Geplant wird für eine Schülerzahl von rund 170 Jungen und Mädchen, derzeit gehen laut Schulleiter Werner Giebel 169 Kinder und Jugendliche auf die Albatrosschule. Die Sanierung soll einhergehen mit einer teilweisen Neustrukturierung der Räume. So wollen die Planer Wände im Klassentrakt versetzen, um Klassen- und Gruppenräume zu vergrößern.

Durch den Umzug von Verwaltungsräumen sollen zudem bislang fehlende Räume geschaffen werden, unter anderem für unterstützte Kommunikation, ein Sozialraum und ein Büro für Sozialarbeit. Der Therapiebereich, bislang über alle Etagen verteilt, soll im zweiten Obergeschoss konzentriert werden. Haustechnik und Brandschutz sollen erneuert, Zudem sollen die Schulräume nach dem Umbau teilweise neu ausgestattet werden.

Drei Bauabschnitte

Falls die LWL-Gremien zustimmen, erfolgt die Maßnahme in drei Bauabschnitten. Um Schüler unterrichten zu können, würden mindestens fünf Klassen zeitweise in Container ausgelagert. Im Zuge der Sanierung sollen auch die sieben Mitarbeiter der LWL-Schulverwaltung Bielefeld umziehen, die für sechs Schulen in der Region zuständig sind: Sie sind bisher in einer früheren Hausmeisterwohnung am Westkampweg untergebracht und sollen nach der Sanierung im Schulgebäude ihre Büros beziehen.

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