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Müllabfuhr fährt nicht alle Touren in Bielefeld – Zwischenlagerung möglich

Mancher Müll bleibt noch stehen

Bielefeld (WB)

Seit Anfang dieser Woche hat die städtische Müllabfuhr wieder ihre Touren aufgenommen, aber nicht alle Mülltonnen werden auch entleert. „Die Fahrer entscheiden vor Ort, ob sie ihre Tour planmäßig fahren können oder nicht“, erklärt Andrea Marten, Sprecherin des Umweltbetriebs der Stadt Bielefeld (UWB).

Arndt Wienböker

In einigen Wohngebieten wie hier in Bielefeld-Senne sind die Mülltonnen Anfang der Woche nicht geleert worden. Foto: Arndt Wienböker

Nach dem Wintereinbruch in der vergangenen Woche würden einige Nebenstraßen und Wohngebiete in der Stadt noch immer nicht so befahrbar sein, dass die Müll-Fahrzeuge durchkommen. „Es gibt noch Engpässe. Das können aufgeschippte Schneeberge oder am Straßenrand geparkte Autos sein, die eine Zufahrt zu den Häusern für die großen Fahrzeuge nicht möglich machen“, erklärt Andrea Marten.

Für die Klagen und Beschwerden der Anwohner, bei denen der Müll stehen bleibt, zeigt die UWB-Sprecherin Verständnis („Es ist nachvollziehbar, dass die Leute ihren Müll loswerden wollen“), aber sie versichert: „Wir probieren alles, was möglich ist. Und es wird durch das Tauwetter von Tag zu Tag besser.“

Am Dienstag hätten etwa zwei Drittel der geplanten Touren durchgeführt werden können. Ausgefallene Touren könnten allerdings nicht nachgeholt werden. Dafür unterbreitet der Umweltbetrieb folgendes Angebot: „Bürgerinnen und Bürger, bei denen der Müll nicht entsorgt wurde, können ihren Abfall zwischenlagern und beim nächsten Abfuhrtermin Mülltüten neben die Tonnen stellen. Die werden dann auch mitgenommen.“ Die Müllsäcke dürften allerdings nicht größer als die Tonnen sein.

UWB-Sprecherin Andrea Marten

Alternativ können die Bielefelder ihren Müll auch zu den städtischen Wertstoffhöfen bringen. „Wir arbeiten an einer Lösung, dass dabei keine Kosten für die Bürger entstehen“, so Andrea Marten. Der Umweltbetrieb geht davon aus, dass bis Ende dieser Woche wieder alle Touren durchgeführt werden können. „Und wir wissen auch, dass viele Anwohner gute Arbeit geleistet haben, indem sie Einfahrten und Zuwege freigeschaufelt haben“, sagt Marten.

Um die Touren sicher fahren zu können, benötigen die Müll-Fahrzeuge mindestens drei Meter breite Fahrbahnen. Ist das nicht möglich, bittet der Umweltbetrieb darum, die Mülltonnen zur nächsten befahrbaren Straßenkreuzung zu bringen. Ist die Straße breit genug, müssen die Abfalltonnen so stehen, dass sie auf direktem Weg zum Müllfahrzeug gerollt werden können. Darauf hatte die Stadtverwaltung bereits Anfang der Woche aufmerksam gemacht.

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