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Clubtour nach Corona

Mark Forster in Bielefeld: Management will Pressefotos zensieren

Bielefeld

Dreimal wurde die Clubtour verlegt, zwei Jahre lang hat der 39-Jährige kein richtiges Konzert mehr gegeben: Mark Forster ist am Montagabend im Bielefelder Lokschuppen aufgetreten. Fotos davon erscheinen hier nicht, da das Management diese zensieren wollte.

Von Kerstin Panhorst

Hier in diesem Bericht hätte eigentlich ein Foto veröffentlicht werden können. Das WESTFALEN-BLATT hat sich bewusst dagegen entschieden.

Das Management wollte die Aufnahmen nach dem Konzert einsehen, eine Auswahl treffen und die Fotos somit zensieren. Das ist eine unübliche Vorgehensweise bei Konzerten und entspricht nicht unserem Verständnis von Pressefreiheit.

Konzertbericht

Hier geht's weiter zum Bericht: „Alter, ich hab euch vermisst!“ ruft Mark Forster den 2500 Besuchern im Lokschuppen zur Begrüßung zu. „Wir machen nur Musik für euch, keine Effekte, keine Show, wir spielen einfach nur Musik“, verspricht er am Anfang, packt dann aber doch noch irgendwann die Nebelfontänen und Konfettikanonen aus. Ganz ohne geht es eben nicht.

Gänsehautmomente gibt es dafür bei den leisen, melancholischen Tönen und wenn die Zuhörer ihren Arm nach oben strecken und die Hand immer wieder öffnen und schließen – das Forstersche Symbol für besonders viel gefühlte Liebe und Zuneigung. Was für eine Hitmaschine der Sänger ist, merkt man mit jedem Lied. Ein bekannter Titel jagt den nächsten, gefühlt wechselt alle drei Minuten eine noch erfolgreichere Single die andere ab.

„194 Länder“, „Übermorgen“, „Au revoir“ oder „Kogong“ stehen auf der Setlist, nur auf die „Chöre“ muss man bis zur Zugabe warten. Die lassen die Bielefelder aber schon vorher erklingen, bei „Einmal“ singen alle aus voller Kehle mit.

Besonders niedlich wird es, wenn Mark Forster die „kleinste Maus“ des Konzerts sucht und in der fünfjährigen Carlotta findet. Mit ihrem Bruder zusammen darf sie zu „Ich frag die Maus“ auf die Bühne und mittanzen. Oder wahlweise die Plexiglasscheibe des Schlagzeugers bemalen. Mark Forster selbst wirkt in seinem traditionellen Käppi, dem weißen Shirt und schwarzer Jacke eher farblos, kann aber stimmlich dafür die buntesten Bilder malen.

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