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Ökumenischer Open-Air-Gottesdienst am Pfingstmontag im Zeichen des Bürgerrechtlers

Martin Luther King und seine Visionen

Bielefeld (WB). Die Visionen und Träume von Martin Luther King spielen am Pfingstmontag in Bielefeld eine große Rolle. Der ökumenische Open-Air-Gottesdienst um 17 Uhr auf dem Klosterplatz steht ganz im Zeichen des schwarzen Bürgerrechtlers, der vor 50 Jahren ermordet wurde.

Stefan Biestmann

Zu den Initiatoren des Gottesdienstes auf dem Klosterplatz gehören unter anderem Pfarrer Norbert Nacke (von links/St. Jodokus), Prädikant Friedhelm Siekaup (Altstadt Nicolai), Gehörlosenseelsorgerin Heike Kerwin, Pfarrer Bertold Becker (evangelisch-reformierte Gemeinde), Schwester Judith Maria (St. Jodokus), Gemeindereferentin Bärbel Lödige (City-Kloster), Ursula Götting (Hoffnungskirche) und Dechant Klaus Fussy. Weitere Initiatoren sind Pfarrerin Christel Weber (Neustadt Marien) und Henner Weduwen (Hoffnungskirche). Foto: Bernhard Pierel

»Pfingsten ist das Fest der Visionen. Und Martin Luther King war ein Visionär«, sagt der katholische Dechant Klaus Fussy. Martin Luther King habe von einer besseren Welt geträumt. Die Visionen des Bürgerrechtlers seien wichtig in »einer Welt neuer Nationalismen und einer Unterteilung der Welt in Machtbereiche von machtbewussten Politikern«, meint Fussy.

Zum 20. Mal veranstaltet der Ökumenische Innenstadtkonvent den Open-Air-Pfingstgottesdienst – in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und der Gehörlosen- und Schwerhörigen-Seelsorge. So werde der Gottesdienst auch in Gebärdensprache übersetzt. Zum Ökumenischen Innenstadtkonvent gehören die evangelisch-lutherischen Gemeinden Neustadt Marien und Altstadt Nicolai, die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde sowie die katholische Gemeinde St. Jodokus und das katholische City-Kloster.

»Wir erwarten 500 Besucher.«

»Wir erwarten 500 Besucher«, berichtet Norbert Nacke, Pfarrer der Jodokus-Gemeinde. Die Atmosphäre auf dem Klosterplatz sei wunderbar, schwärmt er. Der Gottesdienst finde als Kreis auf dem Platz statt, damit alles kommunikativer sei. Nur bei schlechtem Wetter werde der Gottesdienst in der angrenzenden Jodokus-Kirche stattfinden. Und Bärbel Lödige (City-Kloster) betont: »Die ganze Stadt ist eingeladen.«

Die Predigt hält Pfarrerin Christel Weber (Neustadt Marien). Für die musikalische Untermalung sorgen Bielefelder Bläser unter der Leitung von Joachim von Haebeler sowie Bärbel Walter (Gesang) und Timo Pähler (Keyboard). Die Kollekte ist für das Ökumenische Netzwerk zum Schutz von Flüchtlingen gedacht.

Den Kreis für den Pfingstgottesdienst wollen die Veranstalter immer weiter ziehen, sagt Pfarrer Bertold Becker aus der evangelisch-reformierten Gemeinde. Denn schließlich bedeute Pfingsten auch, die Tür für andere offenzuhalten. So wurde in diesem Jahr die evangelisch-freikirchliche Hoffnungskirchengemeinde eingeladen. Denn schließlich sei Martin Luther King Baptist gewesen.

Das Motto des Gottesdienstes »Alte und Junge werden Träume haben« stammt aus dem prophetischen Buch Joel. Und dazu passe auch Martin Luthers Kings weltbekanntes Zitat »I have a dream«.

»Wir wollen uns fragen: Welche Visionen und Träume haben wir für die Stadtgesellschaft und die Weltgemeinschaft«, sagt Becker. Und ein paar Bielefelder werden dann beim Gottesdienst auch ihre Visionen und Träume schildern – ganz im Sinne von Martin Luther King.

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